Mehr Personal gegen Kindesmissbrauch

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Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) will mit mehr Personal gegen Kinderpornografie und sexuellen Missbrauch vorgehen. (Foto: BS/Dombrowsky)

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hat die Leiter aller 47 Kreispolizeibehörden im bevölkerungsreichsten Bundesland aufgefordert, die Zahl ihrer Kräfte im Kampf gegen Kinderpornografie und den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen mindestens zu verdoppeln. Außerdem soll die Aufbereitung und Auswertung von Daten in diesem Deliktbereich künftig zentralisiert werden.

Diese Aufgaben sollen bis Ende 2020 im Landeskriminalamt (LKA) gebündelt werden. Dabei soll neue Hard- und Software zum Einsatz kommen, um das Datenmaterial mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) zu sortieren und die Sachbearbeiter bei der anschließenden Sichtung zu entlasten. Des Weiteren wird landesweit und flächendeckend ein Controlling eingeführt. Die Polizeibehörden sollen die Zahl ihrer Ermittlungsverfahren in diesem Bereich in Zukunft monatlich ans LKA melden.

Minister Reul sagte: “Ich bin fest entschlossen, die Polizei hier handlungsfähig zu machen.” Kinderpornografie sei leider zu einem Massenphänomen geworden. Mit Blick in die Zukunft unterstrich der Düsseldorfer Ressortchef: “Das Thema ist Chefsache und einer der kriminalpolitischen und kriminalstrategischen Schwerpunkte in den kommenden Jahren.”

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