3,6 Millionen Euro für Klärschlammentsorgung

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Aktuell beraten die Gremien der Universitäts- und Hansestadt Rostock über diesen Standort für die zentrale Klärschlammverwertungsanlage. (Foto: KKMV)

Mehrere Kommunen aus Mecklenburg-Vorpommern planen eine gemeinsame Verbrennungsanlage in Rostock. Mit dieser soll ab 2024 der Klärschlamm von 15 kommunalen Wasser- und Abwasserverbänden entsorgt und dabei CO₂-neutrale Fernwärme produziert werden. Das Bundesumweltministerium hat eine Förderzusage über 3,6 Millionen Euro getätigt.


“Es ist eine kommunale, solidarische Lösung”, sagte Rostocks Umweltsenator Holger Matthäus (Grüne), “die kostendeckend, aber nicht gewinnorientiert arbeite”. Die Kapazität der Anlage sei mit 25.000 Tonnen pro Jahr durch das Aufkommen der Kommunen von derzeit 23.000 Tonnen fast ausgelastet, was eine sichere Kalkulation ermögliche. Die Anlage soll insgesamt jährlich 10.000 Tonnen CO₂ aus der Fernwärmeherstellung einsparen und Wärme für 3.700 Haushalte liefern. Die Projektkosten belaufen sich auf rund 50 Millionen Euro.


In Grevesmühlen (Landkreis Nordwestmecklenburg), Schwerin und Stavenhagen (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) wird der Klärschlamm vorgetrocknet, um dann zur endgültigen Entsorgung nach Rostock geschafft zu werden. In den Anlagen der beiden erstgenannten Standorte soll zudem Solarenergie zum Trocknen eingesetzt werden sowie Abwärme aus bereits vorhandenen Anlagen. Die Vortrocknung steigere den Heizwert des Materials und senke das Gewicht, so dass weniger Lkw-Transporte nötig werden.

Ziel der Kommunen ist eine langfristige Entsorgungssicherheit für Klärschlamm bei stabilen Preisen. Denn die Entsorgung des Materials ist teuer geworden: Innerhalb weniger Jahre sei der Entsorgungspreis auf dem Markt von 30 auf 200 Euro pro Tonne gestiegen und werde weiter steigen, so der Aufsichtsratschef der Klärschlamm-Kooperation MV (KKMV), Eckhard Bomball. Die eigene Entsorgung durch die Kommunen soll dagegen im schlimmsten Fall 95 Euro pro Tonne kosten.

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