THW will Ehrenamtliche weiterhin nicht bezahlen

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Auch in Zukunft sollen nur wenige Freiwillige im Technischen Hilfswerk (THW) eine Aufwandsentschädigung erhalten. Von diesem Grundsatz will die Bundesanstalt nicht abrücken. Gleichzeitig sollen lebensältere Helfer möglichst lange gehalten werden. (Foto: THW, Philipp Schinz)

Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) setzt bei ihren Freiwilligen im Einsatzdienst weiterhin auf das Prinzip des nahezu reinen Ehrenamtes. Eine flächendeckende Bezahlung komme nicht infrage. Nur Inhaber herausgehobener Positionen, etwa Landessprecher oder Ortsbeauftragte, erhalten eine kleine Aufwandsentschädigung.

Und selbst die betrage nur etwa 800 Euro pro Jahr für Ortsbeauftragte, erläutert der Abteilungsleiter für Ehrenamt und Ausbildung, Stephan Bröckmann. Grundlage hierfür sei eine interne Richtlinie, die sowohl vom Bundesinnen- als auch vom Bundesfinanzministerium genehmigt worden sei. “Wir setzen inzwischen stärker darauf, Lebensältere länger im THW zu halten. Aus diesem Grunde haben wir auch die Höchstaltersgrenze abgeschafft”, erklärt er. Früher hätten Ortsbeauftragte zwingend mit 65 Jahren ihr Amt aufgeben müssen.


Außerdem unterstütze die Bundesanstalt ihre Freiwilligen. “Wir finanzieren den Erwerb eines LKW-Führerscheins komplett, sofern das für die jeweilige Helferposition erforderlich ist”, unterstreicht Bröckmann. Im Gegenzug müsse sich der Ehrenamtliche dann aber auch verpflichten, noch mindestens fünf Jahre beim THW zu bleiben.

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