Wie ist es 2019 um den Frieden bestellt?

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Afghanistan ist nach dem "Global Peace Index" weltweit das Land mit dem geringsten Maß an Frieden. Hier bilden deutsche Soldaten afghanische Sicherheitskräfte aus. (Foto: Bundeswehr, Jürgen Sickmann)

Ein Einsatzgebiet der Bundeswehr ist nach dem Mitte Juni vorgestellten jüngsten “Global Peace Index” weltweit das Land von 163 untersuchten Staaten mit dem geringsten Maß an Frieden (“sehr niedrig”): Afghanistan. Die Plätze 159 bis 162 gehen dieses Jahr an den Irak, Somalia, den Südsudan und Syrien.

Auf der anderen Seite des Friedensspektrums (“sehr hoch”) steht Island, gefolgt von Neuseeland und Portugal. Bei den DACH-Staaten liegt Österreich auf Platz vier, die Schweiz auf elf und Deutschland endlich auf Platz 22 (“hoch”). Großbritannien folgt an 45. Stelle, Frankreich an 60. und die USA erst auf Platz 128 (“niedrig”).

Seit 2007 stellt das “Institute for Economics and Peace” (IEP) in Sydney einmal im Jahr seine Studie zur globalen Lage vor. Diese Denkfabrik wird von ihrem Gründer, dem australischen IT-Unternehmer Steve Killele, geleitet. Beurteilungskriterien für diesen Friedensindex sind u.a. die im In- und Ausland geführten Kriege, deren geschätzte Todesopfer, Militärausgaben in Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), Im- und Export von konventionellen Waffen, aber auch Terroranschläge und andere gewalttätige Verbrechen.

Seit 2015 beteiligt sich die Bundeswehr an der NATO-geführten Ausbildungs- und Beratungsmission “Resolute Support” am Hindukusch. Das deutsche Kontingent beträgt 1.187 Soldaten (Stand Juni).


Auf Platz 145 steht ein anderes gefährliches Einsatzgebiet der Bundeswehr: Mali. In diesem westafrikanischen Sahel-Land stehen 886 deutsche Soldaten im Rahmen der UN-Stabilisierungsmission MINUSMA sowie 170 Soldaten im Rahmen der EU-Ausbildungsmission (EUTM Mali).

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