DPMA schaltet die E-Rechnung produktiv

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Hängeregister mit Rechnungsein- und ausgang gehören beim DPMA seit Anfang des Monats endgültig der Vergangenheit an. Ab sofort werden sämtliche Zahlungsprozesse digital bearbeitet. (Foto: Tim Reckmann, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Nachdem das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) vor einiger Zeit als erste Bundesbehörde den Pilotbetrieb für die elektronische Rechnungsbearbeitung gestartet hatte, ist das Projekt E-Rechnung in der Behörde nun in den Produktivbetrieb übergegangen. Vom 1. Juli an bearbeitet das DPMA alle eingehenden Rechnungen vollständig auf digitalem Wege.

So werden ab sofort sämtliche Forderungen, die nicht ohnehin schon digital im Format der sogenannten XRechnung ankommen, von Seiten des Hauses digitalisiert, indem alle Rechnungsvorgänge in ein eigens dafür konzipiertes SAP-Template eingespeist und dann ausschließlich elektronisch abgewickelt werden. “Mit unserer elektronischen Rechnungsabwicklung gehen wir deutlich über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und wollen so einmal mehr unserer Vorreiterrolle unter den deutschen Behörden in Sachen E-Government gerecht werden”, sagte DPMA-Präsidentin Cornelia Rudloff-Schäffer.

Einige Monate “zu früh”

Nach europäischem Recht (Richtlinie 2014/55/EU) sind Bundesbehörden dazu verpflichtet, ab 27. November 2019 elektronische Rechnungen zu empfangen und zu verarbeiten. Elektronische Rechnungen im Format XRechnung nimmt das DPMA über die Zentrale Rechnungsplattform des Bundes (ZRE Bund) entgegen. Diese gesetzliche Vorgabe erfüllt die Bundesbehörde also mehrere Monate früher als gefordert. “Im Zuge der neuen rechtlichen Vorschriften haben wir uns dazu entschlossen, der künftigen Entwicklung vorzugreifen und schon jetzt sämtliche Rechnungen elektronisch zu bearbeiten”, erklärte DPMA-Präsidentin Rudloff-Schäffer. “Dabei kommt uns unsere große Erfahrung mit elektronischen Diensten und unsere schon vorhandene digitale Infrastruktur zugute.” Patent- und Gebrauchsmusterverfahren (seit 2011) sowie Markenverfahren (seit 2015) werden schon lange ausschließlich in elektronischen Akten bearbeitet. Hinzu kommen mehrere E-Services für die DPMA-Kunden. “Es freut mich, dass wir nun auch unseren Lieferanten und Dienstleistern einen elektronischen Zugang bieten können”, betonte die DPMA-Präsidentin.

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