BKG schließt Vertrag mit den Ländern neu ab

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Nicht nur einfache Landkarten stellt das BKG für die Bundesverwaltung bereit, sondern unter anderem auch digitale Landschafts- und Stadtmodelle. Bei Bedarf gibt es diese auch in 3D. (Foto: monika1607, pixabay.com)

Das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) hat seinen Vertrag mit den Bundesländern neu aufgesetzt und abgeschlossen. Zum 01.07.2019 ist der neue “Vertrag über die kontinuierliche Übermittlung amtlicher digitaler Geobasisdaten der Länder zur Nutzung im Bundesbereich” (V GeoBund) nun in Kraft getreten, nachdem sich im Rechtsrahmen für die Bereitstellung sowie für die Nutzung der amtlichen Geobasisdaten der Länder durch die Bundesverwaltung in den vergangenen Jahren einiges geändert hatte. Um diesen neuen Anforderungen gerecht zu werden, war die Novellierung des Vertrages nun nötig geworden.

Es braucht eine offene Datenpolitik

Der Präsident des BKG, Prof. Dr. Paul Becker, sieht sein Haus mit dem neu aufgesetzten Vertrag für die Zukunft gut gerüstet: “Mit der neuen Vereinbarung ermöglichen wir es im Sinne einer offenen Datenpolitik allen Einrichtungen des Bundes, digitale Produkte auf der Basis amtlicher Geodaten uneingeschränkt weiterzugeben. Dies ist eine elementare Voraussetzung für die fortschreitende Digitalisierung in Deutschland.” Die wesentlichen Neuerungen im Vergleich zum aktuell gültigen V GeoBund beinhalten u.a. erweiterte Rechte für Bundeseinrichtungen und Dritte bezüglich der Verwertung von Folgeprodukten, z. B. bei der Veröffentlichung von Lärm-, Umwelt- oder Wetterkarten. Darüber hinaus hat das BKG bessere und genauere Daten ins Portfolio aufgenommen, z. B. ein hochpräzises digitales Geländemodell sowie einen Datensatz mit detaillierteren Geometrien für alle Gebäude in Deutschland.

Geodaten für die Bundesverwaltung

Das BKG definiert als eines seiner zentralen Aufgaben, Geodaten für die Bundesverwaltung möglichst einfach und bedarfsgerecht zur Verfügung zu stellen. Für das Erreichen dieses Ziels sind die amtlichen “Geobasisdaten” der Länder ein wichtiges Fundament. Zu den genutzten Geodaten zählen beispielsweise Digitale Landschaftsmodelle, 3D-Stadtmodelle oder hochaufgelöste Luftbilder, die allesamt flächendeckend für die Republik erstellt werden. Diese und viele andere grundlegende Datensätze von den Ländern werden durch das BKG bereits seit 1999 für die gesamte Bundesverwaltung lizenziert.

Die Daten werden von der Behörde anschließend über sein Dienstleistungszentrum (www.geodatenzentrum.de) bereitgestellt. Neben den Daten der Länder sind dort auch viele Geodaten von kommerziellen Anbietern einschließlich satellitengestützter Informationen zur Deckung der Bedarfe des Bundes verfügbar.

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