Deutschland darf sich nicht abhängen lassen

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Digitale Souveränität sollte Deutschland anstreben, um nicht ein Spielball ausländischer Mächte wie China oder die USA in Cyber-Sicherheitsfragen zu werden. (Foto: kentoh, https://stock.adobe.com/de/ )

Um Digitale Souveränität über seine IT, vor allem die Netze, zu erlangen, braucht Deutschland einen Masterplan. Gerade bei der hitzig geführten Diskussion um den chinesischen Netzausrüster Huawei, dem von US-amerikanischer Seite vorgeworfen wird, manipulativ in die Hardware der 5G-Netze mit seinen dort verbauten Chips eingreifen zu können, geht es immer wieder um die Verteidigung staatlicher Autonomie. Doch das Reich der Mitte sei nur ein Player, den es zu hinterfragen gelte. Auch Bündnispartner wie die USA sollten einer kritischen Prüfung unterzogen werden, um den Machtverlust noch abzuwenden.

Die Public IT Security (PITS), die unter dem Titel “Die agile hybride Bedrohungslage” steht, behandelt am 2. und 3. September die zerstörerischen Dynamiken von Cyber-Kriminalität und zeigt Lösungen auf, wie man sich diesen entgegenstemmt. Was die zur Disposition stehende Digitale Souveränität für Staat und Wirtschaft bedeutet, wird aus verschiedenen Perspektiven von namhaften Experten erörtert.  

Aus dem IT-Sicherheitsgesetz 2.0, dessen Stand und Umsetzung auf der PITS diskutiert werden wird, soll für den Staat ein Plus an Digitaler Souveränität erwachsen. Das Gesetz soll zum Beispiel festschreiben, dass Kernkomponenten der Netzausrüster, die bei Kritischen Infrastrukturen wie Atomkraftwerken Anwendung finden, nur aus der Hand von Herstellern bezogen werden dürfen, die im Vorfeld eine Vertrauenswürdigkeitserklärung abgegeben haben. Neben Andreas Könen, Abteilungsleiter Cyber- und Informationssicherheit des Bundesministeriums des Innern, sprechen u. a. Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer BITKOM, und Generalmajor Dr. Michael Färber (Kommandeur des Kommandos Informationstechnik der Bundeswehr), über die Maßnahmen, welche zu mehr Autonomie in IT-Fragen befähigen sollen.

Zukünftige IT-Sicherheit bedarf außerdem einer vermehrten Kooperation durch eine gemeinsame Cyber-Abwehr. Verwaltung, Politik und Industrie müssen an einem Strang ziehen, um die Gefahren durch Attacken aus dem Netz für Staat und Bürger zu minimieren. Bundes-CIO Klaus Vitt sowie Generalleutnant Michael Vetter (Abteilungsleiter Cyber/Informationstechnik, Bundesministerium der Verteidigung) werden u.a. zum aufgeworfenen Problemkreis auf der PITS Rede und Antwort stehen.

Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung erhält man auf der kongressbegleitenden Website.

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