Datenschutz: Rekord-Bußgeld gegen British Airways anvisiert

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Gegen British Airways könnte das bisher höchste DSGVO-Bußgeld verhängt werden. (Foto: Free-Photos, pixabay.com)

Die britische Datenschutzbehörde Information Commissioner’s Office (ICO) erwägt gegen British Airways eine Geldstrafe von umgerechnet über 200 Millionen Euro zu verhängen. Anders als in Medienberichten dargestellt, ist noch keine endgültige Entscheidung gefallen.

Die Fluggesellschaft hatte im Sommer 2018 eine Datenpanne in der Online-Flugbuchung vermeldet. Unbekannte hatten sich Zugang auf Daten von über 500.000 Kunden verschafft, darunter Login-Daten, Kreditkarteninformationen und Adressen.

Begründet wird die angedrohte Strafe damit, dass schwache Sicherheitsvorkehrungen des Unternehmens den Datendiebstahl ermöglicht hätten. British Airways habe sich aber bei den Untersuchungen kooperativ gezeigt und Sicherheitsmaßnahmen inzwischen verbessert, heißt es seitens des ICO. Bevor die Behörde eine endgültige Entscheidung trifft, will sie sowohl das Unternehmen als auch die Datenschutzaufsichtsbehörden der Heimatstaaten weiterer Betroffener Kunden anhören.

Es würde sich um das erste in Großbritannien verhängte Bußgeld seit Gelten der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) handeln. Es wäre das höchste bisher verhängte Bußgeld, gefolgt von einer Strafe von 50 Millionen Euro der französischen Datenschutzbehörde gegen Google Anfang des Jahres. Das Strafmaß entspräche 1,5 Prozent des weltweiten Umsatzes des Unternehmens im letzten Geschäftsjahr. Das Höchstmaß laut DSGVO wären 4 Prozent.

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