Deutsch-französische Kooperation für neuen Leichtflugkörper

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Der Leichtflugkörper "Hussar" (vorne) mit verschiedenen Trägerplattformen im Hintergrund (Grafik: Diehl)

Während der Paris Air Show unterzeichneten Diehl Defence und Safran Electronics & Defence eine Vereinbarung zur Entwicklung einer neuen taktischen Luft-Boden-Bewaffnung für fliegende Plattformen.

Basierend auf aktuellen Einsatzerfahrungen, soll das besonders leichte Waffensystem mit der Bezeichnung “Hussar” die Vorteile einer höheren Waffenbeladung mit der Möglichkeit einer präzisen Wirkung gegen zeitkritische Ziele verbinden. Die skalierbare Wirkung des Gefechtskopfs ist für die Bekämpfung von stationären und mobilen Zielen in komplexen Einsatzsituationen unter Vermeidung von Kollateralschäden optimiert. Eine innovative Navigationsplattform ermöglicht in Verbindung mit verschiedenen Suchkopfoptionen einschließlich halbaktivem Lasersensor die präzise Zielbekämpfung.

“Hussar” wird an einem “Smart Multi-Launcher” getragen, der mit bis zu acht Effektoren die typische Luftfahrzeugbeladung erheblich erhöht. Die Systemauslegung erfolgt unter konsequenter Berücksichtigung der Anforderungen heutiger und zukünftiger Plattformen – wie die des geplanten deutsch-französischen Kampflugzeugs der nächsten Generation (FCAS) oder des europäischen unbemannten Systems MALE (“Medium-Altitude, Long-Endurance”). “Hussar” ist grundsätzlich auf die plattformübergreifende Nutzung von Kampfflugzeugen und unbemannten Luftfahrzeugen ausgerichtet und soll eine effiziente, reaktionsschnelle und flugrichtungsunabhängige Wirkungsfähigkeit im Einsatz bieten.

Die Kooperation von Diehl Defence und Safran Electronics & Defence erschließt Synergien für das gemeinsame Projekt und ist als Industriekooperation im Sinne des deutsch-französischen Aachener Vertrages vom Januar dieses Jahres geplant.

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