Die meisten Asylantragsteller kommen aus Syrien und Irak

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Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die neuesten Zahlen des BAMF zu den Asylanträgen in Deutschland vorgestellt. (Foto: marcoverch, Public Domain Mark 1.0, www.flickr.com)

Anfang Juli hat das Bundesinnenministerium die neuen Asylantragszahlen für das erste Halbjahr 2019 veröffentlicht. Danach wurden zwischen Januar und Juni insgesamt 84.866 förmliche Asylanträge gestellt. Davon waren 72.953 Erstanträge und 11.913 Folgeanträge. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden 8.450 Anträge weniger gestellt. Das entspricht einem Rückgang von 9,1 Prozent.

15.586 der Asylerstantragsteller, d.h. 21,4 Prozent, waren im ersten Halbjahr dieses Jahres in Deutschland Geborene im Alter von unter einem Jahr.

Die meisten Antragsteller (20.566) in diesem Zeitraum besaßen die syrische Staatsangehörigkeit, gefolgt von Irakern (7.628), Nigerianern (7.050), Afghanen (5.247) und Türken (4.969).

Im vergangenen Monat lag die Zahl der beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gestellten förmlichen Asylanträge bei 9.691. Davon waren 8.288 Erst- und 1.403 Folgeanträge. Das bedeutet 24,8 Prozent weniger als im Vormonat und 26,9 Prozent weniger als im Vorjahresmonat Juni 2018.

Hierzu erklärte Bundesinnenminister Horst Seehofer: “Der erneute Rückgang der Asylanträge im ersten Halbjahr 2019 deutet darauf hin, dass bei gleichbleibendem Verlauf im Jahr 2019 der im Koalitionsvertrag vereinbarte Korridor für die Zuwanderung von 180.000 bis 220.000 Personen, jährlich wie schon im Vorjahr, unterschritten werden kann.”

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hat das Bundesamt über die Anträge von 102.489 Personen entschieden. Das waren 22.701 weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres und entspricht einem Rückgang um 18,1 Prozent.

24.497 Personen (23,9 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 1.185 Personen (1,2 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 23.312 Personen (22,7 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i.V.m. § 60 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten. 9.254 Personen (9,0 Prozent) bekamen nach § 4 des Asylgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU. Darüber hinaus hat das Bundesamt bei 3.490 Personen (3,4 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Abs. 5 oder Abs. 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt. Abgelehnt wurden die Anträge von 31.421 Personen (30,7 Prozent). 

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