Kein Alkohol für Neonazis

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Zapfen verboten! Auf einem Neonazi-Konzert im südthüringischen Themar, mietete die Polizei eine Tankstelle (Symbolbild), die direkt an das Festivalgelände angrenzte, um den Kauf von Alkohol sowie den Konsum zu unterbinden. (Foto: marcoverch, CC BY 2.0, www.flickr.com)

In der thüringischen Gemeinde Themar, die am Wochenende Austragungsort eines Rechtsrockkonzertes war, hatte die Polizei eine Tankstelle gemietet, um den rund 1.000 rechtsmotivierten Konzertbesuchern, den Kauf von Alkohol nicht zu gestatten. Darüber hinaus wurde ein Alkoholverbot für das Festivalgelände ausgesprochen. 16 Bierfässer und 188 Sixpacks konnten auf ihm beschlagnahmt werden.

Während des Konzertes wurden von der Polizei 45 Strafanzeigen aufgenommen, wobei diese vor allem Tätowierungen mit verbotenen Symbolen sowie die Verwendung von verfassungswidrigen Kennzeichen zum Inhalt hatten.

Den rund 1.000 Neonazis standen etwa 800 friedliche Gegendemonstranten gegenüber, die ein Zeichen gegen den Rechtsradikalismus setzen wollten. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow schloss das positive Resümee, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht nur Zivilcourage bewiesen hätten, sondern dass auch Polizei, Landratsamt und Thüringens Innenministerium durch konsequenten Einsatz gegen Ordnungswidrigkeiten vorgegangen seien.

Schon seit drei Jahren ist die Gemeinde Themar Austragungsort des rechtsradikalen Events.

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