Konsolidierung im Bereich des militärischen Fahrzeugbaus

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Montagehalle des RMMV-Werks in der österreichischen Hauptstadt Wien (Foto: BS/Portugall)

Der deutsche Rheinmetall-Konzern geht gemäß eigenem Bekunden “weitere Schritte der industriellen Konsolidierung.” In Großbritannien steht das militärische Fahrzeug-Joint-Venture zwischen Rheinmetall und BAE Systems nach der jetzt erteilten Zustimmung der Wettbewerbsbehörden kurz vor der endgültigen Umsetzung.

Des Weiteren will Rheinmetall mit dem Rückkauf von Gesellschaftsanteilen, welche die MAN Truck & Bus SE an Teilen des Joint Ventures Rheinmetall MAN Military Vehicles GmbH (RMMV) hält, das Standbein im Bereich der taktischen Militärfahrzeuge (Radpanzer) weiter stärken. Mit dem geplanten Teilrückkauf von Gesellschaftsanteilen an der RMMV erhöht Rheinmetall seine Anteile an der heutigen Geschäftseinheit “Taktische Radfahrzeuge” auf 100 Prozent. Die Kooperation im Bereich der Militär-LKWs werden beide Partner in der Joint Venture-Gesellschaft RMMV, an der Rheinmetall mit 51 Prozent Mehrheitsgesellschafter ist, unverändert fortführen. Das Joint Venture hatte zuletzt LKW-Großaufträge in Australien und bei der Bundeswehr gewonnen.

Gemeinsam sind Rheinmetall und MAN als Gesellschafter der RMMV der Auffassung, dass das Geschäft mit den taktischen Radfahrzeugen unter ausschließlicher Führung von Rheinmetall – und somit außerhalb der RMMV – besser weiterentwickelt werden könne.

Die Geschäftseinheit “Taktische Radfahrzeuge” steht für Produkte wie die Radpanzer “Boxer” und “Fuchs”. Vor kurzem ist Rheinmetall von den britischen Streitkräften ausgewählt worden, eine größere Stückzahl von 8×8-Panzern des Typs “Boxer” zu liefern. In Australien hat Rheinmetall mit diesem Modell im vergangenen Jahr einen der größten Einzelaufträge der Unternehmensgeschichte mit einem Gesamtvolumen von rund 2,1 Milliarden Euro akquiriert.

Der Anteilsrückkauf soll in der zweiten Jahreshälfte 2019 abgeschlossen und rechtlich rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres vollzogen werden.

Im Januar 2019 hatten Rheinmetall und BAE Systems mitgeteilt, im Landsystem-Bereich künftig in Form eines britischen Gemeinschaftsunternehmens zu kooperieren. Rheinmetall begrüßte die jetzt veröffentlichte Ankündigung der britischen Wettbewerbsbehörde CMA, das geplante militärische Fahrzeug-Joint-Venture zwischen Rheinmetall und BAE Systems zu genehmigen. Die formale Gründung des Gemeinschaftsunternehmens unter dem Namen “Rheinmetall BAE Systems Land” soll in Kürze erfolgen. Es wird seinen Sitz im zentralenglischen Telford haben.

Der neue MIV-Radpanzer (“Mechanised Infantry Vehicle”) für die britische Armee und die anstehende Modernisierung der “Challenger 2”-Kampfpanzerflotte sind Projekte, für die sich “Rheinmetall BAE Systems Land” in Position bringen will.

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