Weg für BSI-Zweitstandort in Sachsen freigemacht

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Bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung zwischen BMI und Freistaat Sachsen zum zweiten BSI-Standort in Freital bei Dresden: (v. l.) BSI-Präsident Arne Schönbohm, Bundesinnenminister Horst Seehofer, der sächsische Innenminister Prof. Roland Wöller, Freitals Oberbürgermeister Uwe Rumberg und die Vize-Landrätin des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Kati Hille. (Foto: BMI/René Bertrand)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) soll einen zweiten Standort in Freital bei Dresden bekommen. Dazu unterzeichneten Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und der Innenminister des Freistaats Sachsen Prof. Dr. Roland Wöller (CDU) eine Absichtserklärung.

Die Wahl des Standorts begründete Seehofer fachlich und strukturpolitisch. “Zum einen profitiert das BSI von der Nähe und guten Anbindungen zum “Silicon Saxony”, dem Innovationscluster in der Region Dresden.” Zum anderen, so der Bundesminister weiter, strahle der Standort mit wertigen Arbeitsplätzen auf vom Strukturwandel betroffene Regionen aus.

“Für die Menschen im Raum Dresden aber darüber hinaus in ganz Sachsen eröffnen sich neue Perspektiven”, ergänzte Wöller. Das BSI werde auch Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit bei Cyber-Ermittlungen sein. “Sachsens Cybercrime Competence Center am Landeskriminalamt, wie auch andere Sicherheitsbehörden werden davon zusätzlich profitieren.”

Neue Stellen, neue Themen

Für den neuen Standort muss noch eine geeignete Liegenschaft in Freital gefunden werden. Die Erkundung erfolgt durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) auf Grundlage von Anforderungen, die das BSI formuliert hat. Eine Verlagerung von Aufgabenbereichen und Mitarbeitern vom Bonner Amtssitz in größerem Umfang ist nicht geplant. In Freital sollen 200 neue Stellen geschaffen werden. Fachlich wird sich der neue Standort voraussichtlich um Themen wie Sicherheit in 5G-Netzen und im Internet der Dinge (IoT) kümmern, wie es aus der Cyber-Sicherheitsbehörde heißt. Auch der Verbraucherschutz im Digitalen, der gemäß Koalitionsvertrag im Portfolio des BSI gestärkt werden soll, könnte in Teilen in Freital angesiedelt werden.

Verbindungswesen erweitert

Die Absichtserklärung formalisiert auch die bereits in Dresden eingerichtete Verbindungsstelle des BSI für die Region Ost. Ein Ansprechpartner für Verwaltung, Wirtschaft und Bürger soll die Erreichbarkeit der Behörde vor Ort verbessern und den Austausch intensivieren helfen. Dafür werden zunächst Räumlichkeiten in der Sächsischen Staatskanzlei zur Verfügung gestellt. Aus der Verbindungsstelle heraus soll auch der Aufbaustab für den neuen BSI-Standort gebildet werden.

Mehr zur Informationssicherheit im Freistaat Sachsen lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Behörden Spiegel auf Seite 28.

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