Gründungskommission gibt Empfehlungen für SprinD ab

0
530
Die SprinD soll in den nächsten Wochen offiziell gegründet werden und dann in eine Stadt mit großer Wissenschaftsorientierung ziehen. Favorit hierfür ist aktuell die Bundeshauptstadt. (Foto: Jorge Franganillo/CC BY 2.0/www.flickr.com)

Die neu zu gründende Agentur für Sprunginnovationen (SprinD) soll ihren Standort in einer urbanen Region mit wissenschaftlicher Prägung einnehmen und von dem Leipziger Unternehmer Rafael Laguna de la Vera als Gründungsdirektor übernommen werden.

Das sind die zentralen Handlungsempfehlungen, die die im Frühjahr eingerichtete Gründungskommission für die neue Agentur in ihrem Abschlussbericht an die Leiter der beiden federführenden Ministerien, Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, übergeben hat.

Die unter dem Vorsitz von Prof. Dietmar Harhoff eingerichtete Gründungskommission war aus Mitgliedern des Bundestages sowie „innovationserfahrenen Persönlichkeiten der Wissenschaft und Wirtschaft“ zusammengesetzt worden. Ihre Mitglieder waren im März damit beauftragt worden, der Bundesregierung bei der Besetzung des Direktorenpostens sowie der Standortsuche beratend zur Seite zu stehen. Da die neue Agentur an einem Standort angesiedelt werden solle, an dem sich eine „gut entwickelte, urbane Region mit starker Wissenschaftsorientierung“ befinde, wurde beispielhaft die Bundeshauptstadt Berlin genannt. Eine abschließende Entscheidung zum Sitz der SprinD soll aber gemeinsam mit dem künftigen Direktor gefällt werden.

Mit dem nun empfohlenen Kandidaten für diesen Posten sollen die Verhandlungen so bald wie möglich aufgenommen werden. Forschungsministerin Karliczek bezeichnete Laguna in ihren Dankesworten an die Kommission bereits als „exzellente Empfehlung“, mit dem die Agentur nun schnell ihre Arbeit aufnehmen solle. Wirtschaftsminister Altmaier sieht den Kandidaten ebenfalls als richtige Wahl und erhofft sich nun von der Agentur, dass Sprunginnovationen „nicht nur in Deutschland erdacht, sondern hier verwertet und auf den Markt gebracht werden. Das sichert unsere künftige Wettbewerbsfähigkeit sowie Arbeitsplätze in Deutschland.“ Auch Rafael Laguna de la Vera selbst freute sich über die Empfehlung seiner Person: „Die Aufgabe, eine solche Agentur zu schaffen, ist ungemein vielversprechend und reizvoll, und für mich persönlich die konsequente Fortsetzung meiner Mission, europäisch-humanistisch geprägte, wirtschaftsnahe Innovation zu schaffen.“

Die Agentur für Sprunginnovationen soll nun in den nächsten Wochen offiziell gegründet werden und innovativen Ideen aus Deutschland eine bessere Chance auf einen Durchbruch zum Massenmarkt ermöglichen. Die Agentur, die bis zu 50 Mitarbeiter beschäftigen soll, ist zunächst mit einer Gesamtlaufzeit von 10 Jahren geplant, in der ihr rund eine Milliarde Euro zukommen sollen.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here