Hamburg startet “Urban Data Platform”

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Die Freie und Hansestadt Hamburg will mehr und bessere offene Daten für seine Bürger und Unternehmen in gebündelter Form bereitstellen. (Foto: BS/LoboStudioHamburg /www.pixabay.com)

Der Hamburger Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV) baut sein Angebot für die Bereitstellung von Daten aus der Behördenlandschaft der Freien und Hansestadt aus. Um Synergien zu bündeln und Redundanzen zu vermeiden, hat der Betrieb eine Kooperation mit dem IT-Dienstleister Dataport vereinbart, auf deren Basis die LGV-Datenplattform “Urban Data Platform” mit der Digitalisierungsplattform “Online-Service-Infrastruktur” (OSI) von Dataport verbunden wird.

Ziel der Kooperation ist es, durch die Verbindung beider Open Data-Plattformen die Daten und Dienstleistungen der Verwaltung stärker zu bündeln und gleichzeitig Daten und Dienste weiterer Partner aus dem Trägerkreis von Dataport zu ergänzen. Die Bündelung der Daten, zum Beispiel aus den Bereichen Mobilität, Umwelt, Bauen oder Bildung, soll zudem dabei helfen, neue Dienste und Anwendungen zu schaffen, die für Unternehmen und Bürger von hohem Nutzen sind.

Die Urban Data Platform ist eine vom LGV entwickelte Datenplattform für Hamburg, auf der Daten unterschiedlicher Behörden und Fachbereiche gesammelt und interoperabel bereitgestellt werden. Die Daten werden stets auf aktuellem Stand gehalten und lassen sich spezifisch für alle Bezirke oder Straßen der Stadt abrufen. Genutzt werden kann die Plattform von allen, die sich für urbane Daten interessieren oder mit ihnen arbeiten: Verwaltung, Wirtschaft und Bürger. Die Daten sind für nahezu alle Anwendungen und Prozesse wie zum Beispiel Beteiligungsprozesse in der Stadtentwicklung, intelligentes Verkehrsmanagement oder soziale Infrastrukturplanung verwendbar.

Die Online-Service-Infrastruktur (OSI) von Dataport ist eine Digitalisierungsplattform, über die Unternehmen und Bürger auf Online-Dienste der Verwaltung zugreifen können. Die OSI versteht sich als das technische Herzstück bei der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes, bei dem bis Ende 2022 insgesamt 575 Dienstleistungen der Verwaltung aller Ebenen digital verfügbar gemacht werden müssen. Auf der OSI-Plattform werden die Dienstleistungen der Länder Bremen, Hamburg, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein bereitgestellt, in Hamburg zum Beispiel bereits jetzt schon der Service “einfache Melderegisterauskunft”.

Die beiden Plattformen sollen zukünftig gemeinsam im Rechenzentrum von Dataport betrieben werden, erklärt Rolf-Werner Welzel, Geschäftsführer des LGV: “Dataport wird uns wie bisher technisch, aber jetzt auch fachlich, beim Management der urbanen Daten unterstützen. Dabei werden wir weiterhin für Hamburg sowie gemeinsam in der Metropolregion tätig sein.” Mit der Kooperation “stärken wir die digitale Souveränität Hamburgs und stellen die physische Datenunabhängigkeit von Internetkonzernen sicher”, so Welzel.

Die Hamburger Urban Data Platform findet sich unter diesem Link.

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