BVG verhandelt LTE-Ausbau in Berliner U-Bahn

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Mit dem Ausbau der unterirdischen IT-Infrastruktur sollen demnächst alle Berlinerinnen und Berliner in den Genuss von LTE kommen. (Foto: Ryan Adams/CC BY 2.0/www.flickr.com)

Bereits seit 2016 können Kunden des Mobilfunkanbieters Telefónica in der Berliner U-Bahn auf den Highspeed-Standard LTE zugreifen. Damit sie waren sie lange Zeit allein. Nun soll auch Kunden der Deutschen Telekom und Vodafone ein ähnlicher Komfort zuteil werden.

Vorangegangen waren Verhandlungen zwischen den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und dem spanischen Telekommunikationsunternehmen, in denen die grundlegenden Bedingungen für den Ausbau der Infrastruktur erst einmal geregelt werden mussten. Die Aufsichtsratsvorsitzende der BVG und Wirtschaftssenatorin, Ramona Pop, zeigt sich angesichts der erzielten Resultate aber euphorisch: “Das sind gute Nachrichten für alle Berlinerinnen und Berliner. Die zuverlässige Verfügbarkeit von großen Bandbreiten ist für die Digitalhauptstadt Berlin essentiell. Nach langen Verhandlungen der im gegenseitigen Wettbewerb stehenden Unternehmen ist die jetzt stehende Kooperation zugunsten eines zügigen Ausbaus ein gutes Ergebnis.”

Technisch ermöglicht werden soll das Unterfangen durch die großflächige Einrichtung sogenannter Base-Transceiver-Station-Hotels (BTS-Hotels). Dabei handelt es sich um zentral gelegene Betriebsräume, in denen die Mobilfunkanlagen der fraglichen Anbieter auf ein gemeinsames Netz aus Glasfaserleitungen zur Versorgung der Antennen zurückgreifen können. Ende des Jahres soll der erste dieser Betriebsräume funktionsbereit sein, so dass Teilstrecken der Linien U2, U5 und U8 sowie die U-Bahnstation Alexanderplatz mit LTE versorgt werden können.

Der Ausbau im Berliner Untergrund gilt als das derzeit größte Mobilfunk-Sonderprojekt Deutschlands und dient als designtechnische Vorbereitung auf die ausstehende Umstellung des Mobilnetzes auf 5G. Mit der Fertigstellung rechnet man bei der BVG voraussichtlich im Jahr 2021.    

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