Bund plant Einstiegsprämien und Zulagen für den IT-Bereich

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Der Entwurf des "Besoldungsstrukturenmodernisierungsgesetzes" (BesStMG) sieht Prämien von bis zu 80.000 Euro vor, um die Attraktivität des Öffentlichen Dienstes zu steigern (Foto: Marco Verch, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Bis 2030 droht dem öffentlichen Dienst ein Fachkräftemangel von 730.000 Mitarbeitern. Um die Attraktivität des Öffentlichen Dienstes zu steigern und etwa junge IT-Fachkräfte in Behörden zu locken, sieht der Entwurf des „Besoldungsstrukturenmodernisierungsgesetzes“ (BesStMG) Prämien von bis zu 80.000 Euro vor.

“Mit der Reform machen wir den Bund als Dienstherrn noch attraktiver: Mehr Geld für Anwärter, moderne Personalgewinnung und attraktive Zulagen sind nur einige Stichworte aus dem Maßnahmenpaket”, erläutert Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Die Neuerungen im BesStMG werden dem Bund in den nächsten drei Jahren 411 Millionen Euro kosten. Ab 2023 betragen die jährlichen Mehrausgaben 150 Millionen Euro.

So ist unter anderem ein Gehaltszuschuss für IT-Fachkräfte für bis zu 48 Monate möglich. Dieser kann bis zu 30 Prozent des monatlichen Grundgehaltes ausmachen. Je nach Besoldungsstufe wäre dies ein Zuwachs von 44.000 (A10) bis 80.000 (A15) Euro. Dafür verpflichten sich die Beamten und Berufssoldaten während der nächsten 48 Monate den Arbeitgeber nicht zu wechseln oder einer Tätigkeit im selben Bereich nachzugehen. Eine zweite und dritte Zulage soll nur in Ausnahmefällen, wie etwa bei “einem dringenden dienstlichen Interesse”, ausbezahlt werden. Diese beträgt bis zu 20 Prozent des monatlichen Grundgehaltes.

Des Weiteren sieht das BesStMG für Beamte im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), in der Zentralen Stelle für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS) und im Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) eine monatliche Stellenzulage von bis zu 300 Euro vor. Ebenfalls berechtigt für die Zulage sind Bundeswehrangehörige mit “Hauptaufgaben im Tätigkeitsfeld Computernetzwerkoperation im Rahmen von Maßnahmen der Cyberverteidigung”.  

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