Windows 7: Microsoft-Support endet Anfang 2020

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Microsoft-Support durch Sicherheitsupdates und Schließung von öffentlich bekannten Sicherheitslücken für Windows 7 endet ab Januar 2020. Zehntausende Rechner in Behörden müssen fristgerecht umgestellt werden. (Foto: Mike Mozart, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Bis zum 14. Januar nächsten Jahres können Anwender den erweiterten Support für das Betriebssystem Windows 7 verwenden. Nach Fristablauf wird es keine weiteren Sicherheitsupdates und Schwachstellenschließungen durch Microsoft geben. Die Berliner Verwaltung arbeitet deshalb mit Hochdruck an der Umstellung. Doch reicht die Zeit aus?

Um die IT-Sicherheit nach Ablauf der Frist weiterhin zu gewährleisten, ist eine Umstellung des Betriebssystems notwendig. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt sowohl Privatanwendern als auch Unternehmen und Behörden rechtzeitig auf eine neuere Windows-Version umzusteigen oder zu einer Alternative zu wechseln. Vor einer geplanten Umstellung sollte dem BSI zufolge zunächst eine Überprüfung der Kompatibilität von Clients und dem neuen Betriebssystem geprüft werden. Die dafür notwendigen Informationen der Systemanforderungen können auf den jeweiligen Herstellerwebsites eingeholt werden. Des Weiteren sollte eine Datensicherung auf einem externen Speichermedium erfolgen, um einem Datenverlust vorzubeugen.

Dieses Prozedere beträfe laut Angaben der zuständigen Berliner Staatsekretärin für die Informations- und Kommunikationstechnik Frau Sabine Smentek (SPD) schätzungsweise 78.000 Rechner im Öffentlichen Dienst der Hauptstadt. Davon seien laut Aussage des Innensenators Andreas Geisel (SPD) Stand Mai 2019 bislang ungefähr 17 Prozent auf Windows 10 umgestellt worden. Das bedeute, dass bis zum Supportende in den nächsten sechs Monaten weitere rund 64.000 Rechner umgestellt werden müssen. Geht man von der selbst gesetzten Frist Smenteks aus, reduziert sich der verbleibende Zeitraum bis zum 30. November 2019 auf vier Monate.

Für den aktuellen Stand zeigt sich Geisel positiv und er ist der Überzeugung, dass die Umstellung zum Großteil bis Ende des Jahres erfolgt sein wird. Der bisherige Umsetzungsstand lässt jedoch auch Raum für Kritik offen. “Es ist nicht umsetzbar, diese Frist einzuhalten”, betont der Berliner Abgeordnete Bernd Schlömer (FDP). Damit erinnert er an die vergangene Migration von Windows 7, die nicht an allen Rechnern fristgerecht erfolgen konnte.

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