Hacker leaken Geheimdienst-Dokumente

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Russischer Geheimdienst-Dienstleister Sytech am 13. Juli 2019 gehackt. Hackergruppe leakt zahlreiche Dokumente über aktuelle und vergangene Programmprojekte. (Foto: Marco Verch, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Am 13. Juli 2019 wurde der Dienstleister Sytech gehackt. Seitdem ist dessen Website nicht mehr erreichbar. Die Hackergruppe 0v1ru$ soll ungefähr 7,5 Terrabyte Daten entwendet haben. Unter den geleakten Informationen sind geheime Projektdaten des russischen Geheimdienstes FSB zu verzeichnen.

Über die Hackergruppe Digital Revolution sollen die entwendeten Informationen an die Presse gelangt sein. Aus diesen gehe unter anderem das aktuelle Programm “Tax-3” hervor. Darüber ließen sich Informationen staatlich geschützter Personen aus der Steuerdatenbank entfernen. “Reward” sollte zwischen 2013 und 2014 Angriffe auf Peer-to-Peer-Netzwerke tätigen und verdeckte Operationen durchführen. Außerdem visualisiere das Programm “Nadezha” die russische Internetverbindung mit dem Rest der Welt. 

Offengelegt worden seien ebenfalls zahlreiche Dokumente über Projekte in sozialen Netzwerken. Eine Sammlung von Daten aus diesen habe die Software “Nautilus-S” in den Jahren 2009 und 2010 vorgesehen. Ein ähnlich benanntes Forschungsprojekt “Nautilus” plane die De-Anonymisierung der Nutzer des Tor-Netzwerkes. Für eine Militäreinheit des FSB sei des Weiteren die Software “Mentor” entwickelt worden. Mit ihr sollten E-Mail-Konten überwacht und nach festgelegten Schlagwörtern durchsucht werden können.

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