IT-Unternehmer wird neuer SprinD-Direktor

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Mit der Wahl von Rafael Laguna de la Vera zum Direktor der “SprinD” findet ein erfahrener Entrepreneur an die Spitze der neuen Innovationsschmiede “made in Germany”. (Foto: BMBF/Hans-Joachim Rickel)

Rafael Laguna de la Vera soll Direktor der noch zu gründenden Agentur für Sprunginnovation (SprinD) werden. Dies verkündeten Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Man sei sich sicher, mit Laguna eine exzellente Wahl getroffen zu haben; er biete sich für die Aufgabe in besonderem Maße an, da er “mit ganzem Herzen Entrepreneur” sei, so die Bundesforschungsministerin weiter. Laguna war zunächst Mitglied der Gründungskommission, trat dann aber im Mai von seiner Aufgabe zurück, als ihn die Kommission selbst als potenziellen Anwärter ins Spiel brachte. Am Ende setzte er sich erfolgreich gegen 21 Mitkandidaten durch.

Doch wer ist Rafael Laguna de la Vera eigentlich? Für den Direktor einer Agentur, die sich ganz und gar dem Thema Innovationsförderung “made in germany” verschrieben hat, wäre eine der Mindestanforderungen, dass er über einen entsprechenden Erfahrungshorizont verfügt. Im Fall Laguna wird das wohl niemand bestreiten. Gebürtig aus Leipzig, siedelte er mit seiner Familie 1974 in die Bundesrepublik um. Mit gerade einmal 16 Jahren, und damit noch während seiner Schulzeit, gründete Laguna bereits sein erstes Unternehmen namens “Elefant Software”. Zwar fing er 1986 ein Studium der Informatik in Dortmund an, brach es allerdings nach nur wenigen Wochen schon wieder ab, da er sein Potenzial an anderer Stelle ausspielen wollte. Nach Stationen als Programmierer, Berater und Interimsmanager gründete Laguna mit der “Open-Xchange AG” schließlich dasjenige Unternehmen, dessen Vorsitz er bereits seit dem Jahr 2008 innehat. Bekannt ist die Software-Schmiede vor allem durch ihr Programmangebot für Emails, Kalender und Cloud-Speicher; inzwischen beschäftigt sie 270 Mitarbeiter und verzeichnet einen Umsatz von 45 Millionen Euro. Den Vorsitz als CEO wird Laguna auch in Zukunft beibehalten, was seine Vorfreude angesichts der kommenden Mehrarbeit aber keineswegs schmälert: “Die Aufgabe, eine solche Agentur zu schaffen, ist ungemein vielversprechend und reizvoll, und für mich persönlich die konsequente Fortsetzung meiner Mission, europäisch-humanistisch geprägte, wirtschaftsnahe Innovation zu schaffen.”

In seiner Funktion als Direktor soll Laguna über einen Etat von 150 Millionen Euro verfügen und auf einen Stab von knapp 50 Mitarbeitern zurückgreifen können. Welchen Standort die Agentur in Zukunft ihr Heim nennen soll, steht zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht fest. Zwar hat die Gründungskommission mit der Metropolregion Berlin bereits eine klare Empfehlung abgegeben, eine Entscheidung soll letzten Endes jedoch erst im Einvernehmen mit Laguna gefällt werden. Die Verhandlungen hierzu sind bereits angelaufen.

Die Gründungskommission der SprinD hatte ihre Ergebnisse vor Kurzem an Forschungsministerin Karliczek und Wirtschaftsminister Altmaier übergeben. Neben dem Vorsitz wurde auch die Empfehlung abgegeben, die SprinD in einem urbanen Zentrum wie Berlin anzusiedeln.

Weitere Informationen zu den Funktionen der SprinD gibt es hier.

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