Facebook muss Bußgeld in Milliardenhöhe zahlen

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Facebook muss wohl tief in die Tasche greifen. 5 Milliarden US-Dollar hat die US-Handelsbehörde gegen den Internet-Riesen verhängt, der sich beim Cambridge-Analytica-Skandal einem Datenschutzvergehen im großen Stil schuldig gemacht hat. (Foto: Simon, pixabay.com)

Beim Cambridge-Analytica-Skandal hatte Facebook dem Datenkonzern Cambridge-Analytica Daten von über 85 Millionen Facebook-Nutzern zukommen lassen und damit gegen Datenschutzrecht verstoßen. Denn die User hatten der Weitergabe der Daten an Dritte nicht zugestimmt. Das rächt sich nun für den Internet-Riesen, der von der US-Handelsbehörde mit einer Strafzahlung von 5 Milliarden US-Dollar belangt wird. Diese Summe entspricht in etwa der Höhe eines monatlichen Umsatzes der bekannten Social-Media-Plattform.

Bevor jedoch die Strafzahlung rechtsgültig wird, muss noch das US-Justizministerium darüber entscheiden. Das Bußgeld ist die höchste Summe, die bei Datenmissbräuchen bisher verhängt worden ist. Wegen des Cambrigde-Analytica-Skandals klagt u. a. auch die US-Hauptstadt Washington gegen Facebook – doch dieser Prozess wird laut Experten noch Jahre in Anspruch nehmen, bevor ein rechtskräftiges Urteil Bestand haben wird.

Die Höhe des Bußgeldes gegen Facebook könnte durchaus Signalwirkung zur Erhöhung der Strafgelder in Europa entfalten. Im Rahmen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wurden bisher weitaus niedrigere Bußgelder bei Datenschutzvergehen verhängt.

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