Baden-Württemberg zeichnet kommunale Digitalstrategien aus

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In Baden-Württemberg wollen neun Kommunen mit ihren Digitalprojekten dafür sorgen, dass auch der ländliche Raum eine digitale Zukunft hat.(Foto: Catkin/www.pixabay.com)

Das Land Baden-Württemberg will seine Digitalkommunen weiter fördern, um den digitalen Wandel auf ganzer Breite des Föderalismus voranzubringen. Nachdem verhangenes Jahr insgesamt 55 digitale Modellkommunen im Rahmen des Förderwettbewerbs „Digitale Zukunftskommune“ vom Land gekürt worden waren, wurden nun in einer zweiten Runde des Wettbewerbs neun kommunale Digitalisierungsstrategien ausgezeichnet. Die Gewinner des Wettbewerbs können sich nun über Förderbescheide im Gesamtwert von 550.000 Euro freuen, mit denen das Land sie bei der Umsetzung der Projekte aus den Strategien unterstützen will.

Bei den Gewinnern handelt es sich um die Städte Herrenberg, Ravensburg, Winnenden, Stutensee, Schönau im Odenwald sowie den Zollernalbkreis, den Landkreis Tuttlingen, den Regionalverband Nordschwarzwald sowie den landkreisübergreifende. Zusammenschluss RegioENERGIE. Sie erhalten erhalten jeweils bis zu 100.000 Euro Fördermittel zur Umsetzung ihrer Digitalisierungsstrategien, die sie im ersten Teil des Ideenwettbewerbs mit 45.000 Euro finanzieller Unterstützung des Landes entwickelt hatten. Überreicht wurden die Bescheide im Rahmen der Veranstaltung “#digitallotsen gestalten Baden-Württemberg” vom stellvertretenden Ministerpräsidenten und Digitalisierungsminister Thomas Strobl, für den der kommunale Raum ein zentraler Standort für die Bemühungen der Landesregierung von Baden-Württemberg ist: “Die Digitalisierung muss für die Menschen da sein und nicht umgekehrt. Und deshalb beginnt der digitale Wandel genau dort, wo die Menschen leben und arbeiten – in den Kommunen. Sie sind das Fundament unserer Gesellschaft und ein wichtiger Schlüssel zur Digitalisierung des Landes. Wir setzen dabei auf den Ideenreichtum vor Ort und unterstützen unsere Städte, Gemeinden und Landkreise mit Förderprogrammen gezielt auf ihrem Weg ins digitale Zeitalter.” Gleichzeitig zahlten die Kommunen das vom Land in sie gesetzte Vertrauen zurück, das “zeigen die vielen Innovationsimpulse, die gerade aus unseren Kommunen kommen. Sie setzen schon heute ganz konkrete Ideen um, die den Bürgerinnen und Bürger das Leben spürbar erleichtern – und dabei unterstützen wir sie gerne”, so Strobl. Mit den insgesamt rund 20 Millionen Euro Fördermitteln vom Land sollen die Kommunen die Projekte aus ihren Digitalisierungsstrategien konkret umsetzen.
 
Vielfältige Ideen

Die Gewinner des Wettbewerbs konnten jeweils mit ganz eigenen Ideen für Digitalprojekte punkten. So hat sich der Zollernalbkreis beispielsweise zum Ziel gesetzt, eine Azubi-Plattform zu etablieren, die das gesamte Azubimanagement des Landkreises mit Einsatzplänen, Berichtsheften und Lernzielen digital abbildet. Der Landkreis Tuttlingen will mit einer Strategie zur Stärkung und Weiterentwicklung des Mobilfunks dafür sorgen, dass Funklöcher beseitigt werden und der 5G-Ausbau optimalerweise gleich ohne Probleme in der Fläche umgesetzt wird. Andere Kommunen möchten digitale Stadtrundgänge oder gar Museen anbieten und dabei auch Elemente aus den Bereichen Augmented bzw. Virtual Reality einsetzen.

Alle Gewinner der aktuellen Förderrunde mitsamt ihren Projekten finden sich hier.

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