Erhebliche Steigerung

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Bargeld (Foto) kann auch für verbotene, kriminelle Zwecke eingesetzt werden. Dies zu verhindern ist unter anderem Aufgabe der Financial Intelligence Unit" (FIU) der Generalzolldirektion (GZD). Und diese scheint immer wichtiger zu werden. Denn: die Zahl der entsprechenden Verdachtsmeldungen ist zuletzt deutlich angestiegen. (Foto: Timo Klostermeier, www.pixelio.de)

Bei der “Financial Intelligence Unit” (FIU) der Generalzolldirektion (GZD) sind im vergangenen Jahr mehr als 77.200 Meldungen wegen Geldwäscheverdacht eingegangen. Im Vergleich zu 2017 ist das eine Steigerung um 29 Prozent. Seit dem Jahr 2008 hat sich das jährliche Meldeaufkommen sogar verelffacht.

Die weitaus meisten Meldungen (mehr als 98 Prozent) kamen aus dem Finanzsektor. Die Anzahl der Verdachtsmeldungen aus dem Nicht-Finanzsektor ist zwar von 398 Anzeigen in 2017 auf 597 Verdachtsmeldungen im vergangenen Jahr gestiegen. Aus Sicht der FIU-Verantwortlichen ist diese Zahl dennoch weiterhin gering.

Begründet wird der Anstieg der Zahl der Geldwäscheverdachtsmeldungen unter anderem mit der Absenkung der Hemmschwelle für die Abgabe einer solchen Meldung durch die rechtliche Veränderung der früheren Verdachtsanzeige in eine (gewerberechtliche) Meldeverpflichtung. Außerdem seien die Verpflichteten deutlich sensibilisierter als früher, hieß es.

Der Leiter der FIU, Christof Schulte, sagte zu den neuen Zahlen: “Der Bekämpfung der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung kommt eine große Bedeutung zu. Die FIU nimmt mit ihrer Filterfunktion dabei eine zentrale Rolle ein, sie entlastet die Strafverfolgungsbehörden.” Im Laufe des vergangenen Jahres sei die Einheit personell und fachlich verstärkt und eine elektronische Meldungsplattform eingeführt worden. “Künftig wird die FIU zudem zusätzliche Analysetools einsetzen, um ihre Filterfunktion weiter zu stärken”, kündigte Schulte an.

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