Bitkom prognostiziert positives Wachstum für ITK-Branche

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Trotz konjunktureller Flaute steigen die Wachstumsprognosen für die Bitkom-Branche weiter an: Inzwischen gilt sie als der treibende Motor der deutschen Wirtschaft. (Foto: Pavlofox, pixabay.com)

Auch im kommenden Jahr schwächt sich das Wachstum der deutschen Digitalwirtschaft nicht ab. Im Gegenteil, die Branche hat Aufwind und wächst 2019 mit Umsätzen von rund 170 Milliarden Euro sogar mehr, als zu Jahresbeginn vorhergesagt. Beim derzeit drohenden Abschwung ist sie damit in der deutschen Wirtschaft sprichwörtlich allein auf weiter Flur. Eine kleine Erfolgsgeschichte also, wie Bitkom-Präsident Achim Berg im Rahmen der Halbjahres-Pressekonferenz zu verstehen gab: “Die Bitkom-Branche ist Stabilisator der Konjunktur in einem bewegten Umfeld. Sie ist Motor des weiteren Wachstums und sorgt dafür, dass Unternehmen aller anderen Branchen ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten und steigern können.“  

Maßgeblich für den Erfolg der Branche verantwortlich, ist die nach wie vor prosperierende Informationstechnik, die inzwischen mehr als die Hälfte des Gesamtmarktes des deutschen Digitalmarktes ausmacht. Dadurch, dass all ihre Teilsegmente – Software, Hardware und Dienstleistung – kräftig zulegen, belaufen sich ihre Umsätze nach Bitkom-Prognosen für das laufende Jahr auf 93,6 Milliarden.

Nach schwächeren Jahren ist auch die Telekommunikation wieder auf dem Vormarsch und wächst in nahezu allen Bereichen. Zu verdanken hat sie das insbesondere dem boomenden Absatz bei TK-Endgeräten, hier zumal den Smartphones, deren Umsatz in diesem Jahr auf über 12 Milliarden Euro deutlich gestiegen ist. Unverändert demgegenüber die Lage der TK-Dienstleister, denen mit dem Erwerb der 5G-Frequenzen ein regelrechter Kraftakt ins Haus steht; denn, wie Berg bemerkt: “Nach der Versteigerung der 5G-Frequenzen ist vor dem Netzausbau.” Insgesamt sei die Lage allerdings stabil und die Branche gut gewappnet. Im allgemeinen Wachstumskonzert setzt lediglich die Unterhaltungsbranche ihren Abwärtstrend der letzten Jahre fort und fährt auch 2019 ein kräftiges Minus von 7,7 Prozent ein. Die Preislage bleibe trotzdem unverändert, so versichert Berg.  

Bei aller Wachstumseuphorie gab es dennoch einen Wermutstropfen: Trotz konjunktureller Stabilität rückt die deutsche Digitalbranche im internationalen Ranking weiter nach hinten. 2019 fallen ihre Marktanteile erstmals auf unter vier Prozent. Das mag auf den ersten Blick alarmierend wirken, sei aber kein Grund zur Besorgnis. Entscheidend sei nur, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Berg: “Jetzt die notwendigen Investitionen in die Digitalisierung zurückzustellen, wäre fatal. Jetzt muss es heißen: nicht reden, sondern machen. Und in aller Konsequenz und ohne Wenn und Aber digitalisieren.”

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