Schneller von der Forschung zur Anwendung

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Künstliche Intelligenz-Vorhaben sowie die Digitalisierung mittelständischer Unternehmen werden seit dem heutigen Tag durch zwei neue Stabsstellen des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) gefördert. (Foto: vege, https://stock.adobe.com/de/ )

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) ist seit dem heutigen Tag um zwei Stabsstellen reicher, die die Mittelstands- und Digitalpolitik des Hauses weiter nach vorne bringen sollen. Mit der “Stabsstelle Künstliche Intelligenz” soll der Digitale Wandel am Wirtschaftsstandort Deutschland durch KI-Maßnahmen noch mehr Einzug halten als bisher. Die “Stabsstelle Mittelstandsstrategie” wendet sich an die große Zahl deutscher mittelständischer Unternehmen und deren Digitalisierungsvorhaben. Außerdem sollen Start Ups und Nachwuchsunternehmen mit innovativen Ideen gestärkt werden.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hebt insbesondere bei der Implementierung Künstlicher Intelligenz (KI) in Wirtschaftsprozesse das Ziel hervor, “schneller von der Forschung zur Anwendung ” zu kommen. Von der Theorie zur Praxis sei es jedoch noch ein Stück, aber Deutschland habe gute Voraussetzungen: “Wir sind bei der Forschung beim Thema KI in Deutschland sehr gut aufgestellt, müssen aber schneller von der Forschung zur Anwendung kommen. Hierzu soll die neue Stabsstelle konkrete Projekte, etwa beim Thema Europäische Cloud-Infrastruktur, vorantreiben.”

Die “Stabsstelle KI” soll von Marco-Alexander Breit geleitet werden, unter dessen Federführung das “Schwerpunktthema KI anhand operativer Maßnahmen” gestärkt werden soll.

Deutschland ist der Mittelstand

Da fast alle deutschen Unternehmen einer mittelständischen Größe zuzuordnen sind (99,5 Prozent) und 35 Prozent des inländischen Umsatzes von ihnen erwirtschaftet wird, gelte jenen Betrieben eine besondere Förderung. Die neu eingeführte “Stabsstelle Mittelstandsstrategie” soll Firmen und Start ups als Inspirationsgeber unter die Arme greifen, um den digitalen Fortschritt im Land zu meistern.

Der Bundeswirtschaftsminister sieht hierin die Chance, mehr digitale Produktivität in die Unternehmen zu bringen, wo 80 Prozent aller deutschen Arbeitsplätze angesiedelt sind. Altmaier unterstreicht, dass er Ende August die Ergebnisse seiner Mittelstandsreise in einem Eckpunktepapier niederlegen wolle, dass eine konkrete Mittelstandsstrategie beinhalten werde.

Mehr Man Power für den Wirtschaftsstandort

Neben Dr. Philipp Birkenmaier, der die “Stabsstelle Mittelstandsstrategie” leitet, wurde Thomas Jarzombek als “Beauftragter des Bundeswirtschaftsministeriums für die Digitale Wirtschaft und Start ups” ernannt. Jarzombek, der aktuelle “Luft- und Raumfahrtbeauftragte der Bundesregierung”, nimmt sein hinzugewonnenes Amt ab sofort ehrenamtlich wahr.

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