Werte-Union für Golf-Einsatz

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Rechtsanwalt und Oberstleutnant d.R. Karl-Heinz Gimmler (Foto: privat)

Aktuell schlägt hierzulande die Diskussion um eine etwaige deutsche Beteiligung an einer multinationalen Marine-Mission in den Gewässern der Persischen Golfes, der Straße von Hormus und des Golfs von Oman hohe Wellen.

Der Leiter des Arbeitskreises Verteidigungs- und Sicherheitspolitik der Werte-Union, Karl- Heinz Gimmler, erklärte dazu: “Entscheidend für die deutsche Teilnahme an dieser Mission spricht, dass Deutschland damit Solidarität mit den EU- und NATO-Partnern beweisen kann und den stark ramponierten deutschen Ruf im Hinblick auf das unsägliche “Zwei-Prozent”-Unglaubwürdigkeitsdebakel wieder etwas aufbauen kann. Die Werte-Union befürwortet daher einen solchen Einsatz.” Bei dieser Vereinigung handelt es sich um einen Zusammenschluss konservativer Initiativen innerhalb der CDU/CSU.

Sollte es zu einer solchen Operation kommen, so Gimmler weiter, “muss Deutschland hierzu wirksam beitragen, insoweit kommen de facto nur eine oder mehrere Fregatten oder Korvetten in Betracht. Hierbei ist Vorsorge zu tragen für eine robuste Mission, d.h. das oder die Schiffe müssen im Verbund mit den NATO- und EU-Partnern tauglich gerüstet sein für alle Eventualitäten, insbesondere auch für denkbare Luft-, Kampfboot- und U-Boot-Bedrohungen. Von daher erscheint es dringend erforderlich, auch eine luftgestützte Aufklärungs- und Sicherungskomponente verfügbar zu haben; diese kann natürlich auch von Partnern gestellt werden.”

Allerdings wird in dieser Stellungnahme nicht differenziert zwischen einer US-geführten Mission und einem rein europäischen Einsatz.

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