Erster Truppenbesuch der neuen Ministerin

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Schaut sich die Ausbildung an der Waffe (hier an der Pistole P8) ganz genau an: die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (neben ihr – mit blauem Barrett – der stellvertretende Kommandeur des Feldwebel- und Unteroffizieranwärterbataillons 2, Major Aldo Kleemann). (Foto: Bundeswehr, Maximilian Schulz)

Ende Juli absolvierte die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ihren ersten offiziellen Truppenbesuch. Er führte sie zur größten Teilstreitkraft (TSK) der Bundeswehr. Die Ministerin landete mit einem Reiseflugzeug vom Typ “Global 5000” des kanadischen Herstellers Bombardier Aerospace der Flugbereitschaft des BMVg auf dem Heeresflugplatz Celle. Sie besuchte in der dortigen “Immelmann-Kaserne” das Feldwebel- und Unteroffizieranwärterbataillon 2 der Landstreitkräfte. Das Bataillon 2 in Celle bildet in drei Kompanien rund ein Drittel der Feldwebel- und Unteroffizieranwärter des Heeres aus.

Auch der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Henning Otte, war vor Ort. Der CDU-Politiker hatte bei der letzten Bundestagswahl den Wahlkreis Celle-Uelzen mit 42,7 Prozent direkt gewonnen. Otte ist außerdem Reserveoffizier beim Panzerbataillon 333 in Celle.

Gezeigt wurde Kramp-Karrenbauer unter anderem die Ausbildung am Sturmgewehr G36 und an der Pistole P8, beide von Heckler & Koch entwickelt und hergestellt. Sie sagte bei dieser Gelegenheit an die Soldaten gewandt: “Es ist mir ganz wichtig, mir einen direkten, persönlichen Eindruck von Ihrer Arbeit zu machen.”

Die Ministerin machte deutlich, dass sie ihr neues Amt “mit höchstem Respekt vor der Verantwortung für die Sicherheit des Landes” übernehme. Die Bundeswehr komme aus der Mitte der Gesellschaft und sie gehöre “in die Mitte der Gesellschaft”, sagte sie. Sehr wichtig seien auch die Reservisten, die “Hand in Hand” mit der Bundeswehr zusammenwirkten. Beide gehörten zusammen.

Die Ministerin versprach den Soldaten, dass sie sich “mit aller Kraft” dafür einsetzen werde, dass die Truppe “die beste Ausrüstung und persönliche Ausstattung” bekomme – nicht erst im Einsatz und bei großen Übungen, sondern schon für die tägliche Ausbildung. Die Bundeswehr könne sich auf sie verlassen, betonte Annegret Kramp-Karrenbauer.

In der Immelmann-Kaserne liegen auch das Ausbildungs- und Übungszentrum Luftbeweglichkeit, die Geoinformationsberatungsstelle, die Heeresflugplatzfeuerwehr, das Sanitätsversorgungszentrum sowie der Standortservice. Am niedersächsischen Standort Celle wurden in den vergangenen fünf Jahren zwölf Millionen Euro in die Infrastruktur investiert. Künftig sind Infrastrukturmaßnahmen vor allem in der Immelmann-Kaserne in Höhe von 32 Millionen Euro geplant – davon acht Millionen Euro bis zum Jahr 2023.

In den nächsten Wochen und Monaten will die Ministerin weitere Verbände sowie weitere TSK und Organisationsbereiche besuchen und auch in die Einsatzgebiete der Bundeswehr reisen.

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