BOS und Bundeswehr: alle Akteure sind gefordert

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Leitet beim Europäischen Katastrophenschutzkongress ein in die Debatte "Territorial Hub – Architektur für eine gemeinsame Lage": Generalmajor Carsten Breuer (Foto BS/KdoTerrAufgBw)

In Deutschland ist kürzlich ein neuer Temperaturrekord erreicht worden: Im niedersächsischen Lingen wurden 42,6 Grad Celsius verzeichnet. Die Folgen: Feuerwehren müssen bundesweit immer häufiger zu Einsätzen gegen Wald- und Vegetationsbrände ausrücken. Besonders kritisch sind munitionsbelastete Flächen. In diesem Zusammenhang wird auch wiederkehrend über die Beschaffung weiterer Löschhubschrauber oder sogar Löschflugzeuge diskutiert. Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), Hartmut Ziebs, hatte wiederholt entsprechende Forderungen erhoben. Bisher muss hier in aller Regel auf Ressourcen der Bundespolizei und der Bundeswehr zurückgegriffen werden.

All dies zeigt, dass die Folgen des Klimawandels auch die nicht-polizeilichen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), vor allem aus den Bereichen Katastrophen- und Bevölkerungsschutz, fordern. Gleiches gilt für die europäische Ebene, insbesondere im Zusammenhang mit dem rescEU-System.

Auch Hochwasserlagen nehmen in der Bundesrepublik kontinuierlich zu. Hier können die Polizeien von Bund und Ländern sowie die Bundeswehr im Wege der Amtshilfe tätig werden.

Nicht Teil der BOS ist die Bundeswehr an sich. Teile der Streitkräfte, wie die Feldjäger sowie die am Rettungsdienst beteiligten SAR-Einheiten (“Search and Rescue”) und Fahrzeuge von Bundeswehrkrankenhäusern und einigen lokalen Sanitätsbereichen sowie die Bundeswehr-Feuerwehr, sofern sie in die kommunalen Alarm- und Ausrückeordnungen (AAO) eingebunden ist, gehören jedoch zu den BOS.

Bundeswehr-seitig ist bei Katastrophenlagen insbesondere das Kommando Territoriale Aufgaben (KdoTerrAufgBw) in Berlin gefordert, das den militärischen Teil in der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit (ZMZ) führt. Dessen Kommandeur, Generalmajor Carsten Breuer, erläutert auf dem diesjährigen Europäischen Katastrophenschutzkongress, wie solche Lagen bewältigt werden können. Dieser Kongress des Behörden Spiegel findet am 27. und 28. August in Berlin statt.

Mehr Informationen und Anmeldung unter:

www.katastrophenschutzkongress.de

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