Bremen setzt auf Universitätskooperation

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Gemeinsam für die digitale Entwicklung Bremens: Prof. Dr. Dagmar Borchers und Björn Haferkamp von der Arbeitsgruppe Philosophie und Ethik der Digitalisierung, Staatsrat Henning Lühr und Abteilungsleiter Martin Hagen. (Foto: © Pressestelle der Senatorin für Finanzen)

Digitalisierung ist kein Prozess, den man einfach geschehen lassen kann. Die Implementierung neuer Technologien ist kein Selbstläufer – sie muss beobachtet, durchdacht und gegebenenfalls auch korrigiert werden. Dabei immer im Blick: der Bürger. Aus diesem Grund setzt das Finanzressort der Bremer Landesregierung künftig auf eine Kooperation mit der hiesigen Universität.

Genauer gesagt, mit dem Arbeitskreis Philosophie und Ethik der Digitalisierung. Das gab Finanzstaatsrat und IT-Planungsrat-Aufsitzender Henning Lühr Ende Juli in der neueingerichteten “IT-Garage” bekannt. “Bremen geht seit einigen Jahren den Weg der Kooperation mit den Universitäten und Hochschulen im Land Bremen und in der Region. Wir setzen auf eine ständige Interaktion mit der Wissenschaft.”, kommentiert Lühr die Entscheidung.

Gemeinsam wolle man die digitale Entwicklung des Zwei-Städte-Staates voranbringen. Diese dürfe allerdings nicht nur im Sinne einer technischen Optimierung gedacht werden. Vielmehr müsse man die Digitalisierung dort, wo sie auf Abwege gerät und sich zum Nachteil der Bürgerinnen und Bürger zu entwickeln droht, diskursiv einfangen und nach Alternativen suchen. Hier sei u.a. auch die Philosophie gefragt: “Unsere Arbeitsgruppe Philosophie und Ethik der Digitalisierung beschäftigt sich u. a. damit, wie sich spezielle Anwendungen (zum Beispiel algorithmengestütztes Entscheiden) mit den Grundwerten unserer Gesellschaft (Gleichheit, Gerechtigkeit, Autonomie des Individuums) vertragen, wie sich die Digitalisierung auf das Erleben und die Gestaltung der menschlichen Lebenswelt auswirkt und welche Auswirkungen die sich rasant entwickelnde Mensch-Maschine-Beziehung haben wird.”, äußert sich Prof. Dr. Dagmar Borchers über die Aufgaben des Arbeitsarbeitskreises.

Schwerpunktmäßig will sich die Kooperation künftig mit den Themen der Aus- und Weiterbildung in verwaltungsnahen Bereichen beschäftigen. Daneben sind gemeinsame Forschungsvorhaben und Entwicklungsprojekte in den Digitalisierungslaboren in Planung.  

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