Neuausrichtung des Thüringer Kontaktbereichsdienstes

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Bei der Thüringer Polizei finden Veränderungen statt. Der Kontaktbereichsdienst wird reformiert. (Foto: TechLine, pixabay.com)

Der Kontaktbereichsdienst bei der Thüringer Polizei wird künftig anders gestaltet. Zugleich soll er weiter flächendeckend im ganzen Bundesland ausgebaut werden. Vorgesehen ist unter anderem, dass mehrere Kontaktbereiche zu sogenannten Betreuungsgebieten und Kontaktbereichsposten zusammengefasst werden. Zudem soll die Anzahl der entsprechenden Dienstposten von momentan 203 auf bis zu 240 erhöht werden.

Innenminister Georg Maier (SPD) sagte dazu: “Vor 25 Jahren wurde der Kontaktbereichsdienst als Pilotprojekt eingeführt. Jetzt ist es an der Zeit, ihn anforderungsgerecht weiterzuentwickeln und damit die polizeiliche Betreuung, gerade im ländlichen Raum, zu optimieren.” Ziel des flächendeckenden Ausbaus des Dienstes sei unter anderem die weitere Minimierung räumlicher, zeitlicher sowie infrastruktureller Nachteile in der Erreichbarkeit von Polizeidienststellen.

Maier kündigte an: “So wird es möglich, dass künftig zwei Kontaktbereichsbeamte gemeinsam auf Streife gehen können.” Dadurch seien sie flexibler einsetzbar. Der Ressortchef versprach darüber hinaus: “Ab einer bestimmten Anzahl an Kontaktbereichsbeamten in einer Polizeiinspektion oder einem Inspektionsdienst wird es fortan auch Stellen im gehobenen und nicht nur wie bislang im mittleren Polizeivollzugsdienst geben.” Dadurch sollen die Führung von Kontaktbereichsbeamten optimiert sowie die Leiter des Einsatz- und Streifendienstes entlastet werden. “Die Kontaktbereichsbeamten werden zudem stärker in das operative Geschäft des Einsatz- und Streifendienstes eingebunden, sodass sie das komplette schutzpolizeiliche Aufgabenfeld bedienen, ohne ihre originären Aufgaben zu vernachlässigen.” Zuständig für die Einrichtung, Veränderung oder Auflösung von Kontaktbereichen und Betreuungsgebieten ist in Zukunft die Landespolizeidirektion. Bisher war das Innenministerium selbst verantwortlich.

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