“Es zeigt sich auch hier: Digital hilft!”

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Geschäftsstelle InKoMo 4.0, v.l.n.r.: Benedikt Sedlmayr, Konstantin Schneider, Jan Blömacher, (Foto: © inkomo-bw)

Die Smart City fordert unser hergebrachtes Denken von Mobilität heraus. Zur Umsetzung innovativer Konzepte braucht es hingegen Ideen, die ihrerseits auf Partnerschaften gründen, in denen kommunale Bedürfnisse berücksichtigt und umgesetzt werden. Daran hat es bisher gemangelt. Um sich des Problems anzunehmen, wurde auf Initiative des Städtetags Baden-Württemberg das Projekt „Innovationspartnerschaften für Kommunen und Mobilitätswirtschaft 4.0“ (InKoMo 4.0) ins Leben gerufen. Gut ein Jahr forschte man hier nach Wegen zu einer besseren Vernetzung. Das Ergebnis wurde nun im Rahmen der 3. Jahresveranstaltung des Strategiedialogs Automobilwirtschaft BW präsentiert.

Kaum überraschend ist, dass das Projekt InKoMo bei der Lösung des Problems ganz auf digitale Werkzeuge setzt. Mit der gleichnamigen Web-Plattform wurde nun ein Kommunikationskanal eingerichtet, der es den Kommunen fortan ermöglichen soll, Partnerschaften mit Unternehmen aus der Mobilitätswirtschaft bedarfsgerecht und projektbezogen zu schließen. Vernetzung, für Kommunen zuvor ein analoges Phänomen, verlagert sich damit in den virtuellen Raum. Das bringe viele Vorteile mit sich, wie Gudrun Heute-Bluhm, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags BW, während der Präsentation betonte: “Wir freuen uns sehr, dass die persönlichen Matchmakings zwischen Kommunen und Mobilitätwirtschaft, die wir in Baden-Württemberg bereits mehrfach veranstaltet haben, nun einen digitalen Vernetzungskanal erhalten und die Matchings dort online Tag und Nacht stattfinden können. So werden Austausch und Wissenstransfer beschleunigt und vereinfacht.“

InKoMo 4.0 – Plädoyer für Digitalisierung

Ähnlich sah es Innen- und Digitalisierungsminister Thomas Strobl (CDU), der dem Projekt Landesmittel in Höhe von 3,9 Millionen Euro zusagte: “Auf dem Weg zu einem innovativen und digitalen Mobilitätskonzept mangelt es Kommunen wie Unternehmen aber oftmals an geeigneten Partnern. Beide zu vernetzen und damit die Umsetzung konkreter Lösungen vor Ort zu beschleunigen, ist unser Ziel. Diesem kommen wir mit der neuen Plattform wieder einen Schritt näher. Das freut mich sehr. Denn dank des digitalen Angebots wird der Austausch zwischen potenziellen Innovationspartnern noch flexibler und unkomplizierter.“

Ein digitaler Aushang zur Vernetzung

Unkompliziert soll auch das Herzstück der InKoMo-Netzwerkplattform sein. Der sogenannte Innovationsspeicher ist eine Art digitaler Aushang, der es den Kommunen ermöglicht, individuelle Bedarfe anzuzeigen, um die dazu passenden Lösungen zu finden. Dieser Ansatz wird um die Seite der Unternehmen erweitert. Denn wie den Kommunen steht es auch den Dienstleistern frei, auf die bestehende Nachfrage zuzugreifen, sie zu analysieren und ihrerseits Mobilitätskonzepte einzubringen. Im derart entstehenden Dialog – so zumindest die zugrundeliegende Idee – wird Vernetzung zu einem dynamischen Wechselspiel aus Angebot und Nachfrage, an dessen Ende ein ideales Matchmaking stehen soll. 

Das Projekt InKoMo 4.0 ist Teil des Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg, einer Initiative des Landes. Übergreifendes Ziel ist es, die Grundlagen dafür zu schaffen, Baden-Württemberg in ein klimafreundliches und digitales Mobilitätszeitalter zu überführen.

Weitere Informationen über den Innovationsspeicher und InKoMo gibt es auf der Homepage.

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