“System Panzergrenadier” für die NATO-Speerspitze VJTF 2023

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Das "System Panzergrenadier" mit Schützenpanzer "Puma" (Foto: BS/Rheinmetall)

An eine Arbeitsgemeinschaft für das Vorhaben “System Panzergrenadier VJTF 2023” sind nun Aufträge erteilt worden. Dabei geht es um die Ausstattung der von der Bundeswehr gestellten NATO-Speerspitze “Very High Joint Readiness Task Force” (VJTF) 2023.

Die Aufträge an die Firma Rheinmetall haben insgesamt einen Wert von mehr als 470 Millionen Euro brutto. Die Arbeiten haben bereits begonnen und sollen bis zum Ende der VJTF-Bereitschaftsphase im Jahr 2024 fortgeführt werden.

Eine entsprechende Beauftragung der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) “Puma” erfolgte Mitte Juli durch das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw). Diese ARGE ist ein Zusammenschluss aus dem “Puma”-Hersteller PSM Projekt System & Management GmbH – an dem Joint Venture hält Rheinmetall 50 Prozent der Anteile – und der Rheinmetall Electronics GmbH. Die Unterbeauftragungen innerhalb der ARGE werden in Kürze erfolgen.

Das “System Panzergrenadier” bindet den Schützenpanzer “Puma”, das Hauptwaffensystem der Panzergrenadiere, und die modulare Kampfausstattung “Infanterist der Zukunft – Erweitertes System” (IdZ-ES) in die vernetzte Operationsführung ein.

Zu den Leistungen im Rahmen des “Systems Panzergrenadier VJTF 2023” gehören umfangreiche Kampfwertsteigerungen von 41 Schützenpanzern “Puma” sowie weitere Maßnahmen zur besseren Vernetzung von Schützenpanzern und abgesessenen Panzergrenadieren. Der Gesamtwert dieser Beauftragung für Rheinmetall beläuft sich auf 258,3 Millionen Euro brutto. Die Systeme sollen Ende 2020/Anfang 2021 ausgeliefert werden.

Das Auftragspaket umfasst u.a. die logistische Versorgung der VJTF-“Pumas” über einen Zeitraum von fünf Jahren, also Ersatzteile und Sonderwerkzeuge sowie die Ersatzteillogistik. Enthalten ist auch eine neue Generation digitaler Funkgeräte für die Schützenpanzer sowie die Einrüstung des “Mehrrollenfähigen Leichten Lenkflugkörpersystems” (MELLS), das den Raubkatzen einen Fähigkeitszuwachs geben soll. Auch die Einrüstung neuer Tagsicht- und Wärmebildkameras sowie Farbdisplays gehört zum beauftragten Leistungspaket. Durch die optimierte Tag- und Nachtsicht wird die Aufklärungsreichweite gesteigert und der Besatzung ein erweiterter Sichtbereich gegeben.

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