Visaverfahren soll digitalisiert werden

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Bis zum Stempel im Pass ist es aktuell ein aufwändiger Behördenakt mit viel Papier. Die Regierung will das nun möglichst schnell ändern. (Foto: Jan Evans, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Die Regierung will Anträge auf Visa für die Bundesrepublik in Zukunft elektronisch verarbeiten und deren Bearbeitung ins Inland verlagern, wie sie in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion erklärt. Das Auswärtige Amt sei gerade dabei, die Voraussetzungen zu schaffen, damit mittelfristig ein “vollständig online-gestütztes Visumverfahren aller am Verfahren beteiligter Behörden” angeboten werden könne.

Die Regierung plant, auf diese Weise bereits ab dem kommenden Jahr alle Beteiligten, vor allem aber die Auslandsvertretungen zu entlasten, die diese Aufgabe bislang für das Land übernehmen, in dem sie jeweils ansässig sind. Parallel zu der Entwicklung des neuen Verfahrens würden auch Vorbereitungen für eine zukünftige digitale Übermittlung antragsbegründender Unterlagen ins Inland getroffen, um eine papierlose Bearbeitung durch die weiteren zu beteiligenden Behörden im Inland zu ermöglichen. Zudem sollen perspektivisch die Voraussetzungen für eine Online-Beantragung des Visums geschaffen werden. “Die persönliche Vorsprache zur Feststellung der Identität des Antragsstellers sowie zur Abgabe der biometrischen Daten” werde aus Sicherheitsgründen allerdings auch in Zukunft unverzichtbar bleiben, so die Bundesregierung in ihrer Stellungnahme.

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