E-Government: Zum Stand behördlicher Bezahlservices

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Mit dem Bezahlservice ePayBL sollen Finanztransaktionen im öffentlichen Sektor schneller und einfacher werden. (Foto: Gerd Altmann, pixabay.com)

ePayBL, so heißt der elektronische Bezahlservice des Bundes. Inzwischen ist er seit mehreren Jahren im Einsatz und verzeichnet u.a. mit dem Bundesfinanzhof, dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und dem Bundespresseamt einige namhafte Referenznutzer. Doch was leistet die Software, gerade mit Blick auf die Realisierung des Onlinezugangsgesetzes? Und auch: Was ist darüber hinaus noch in Planung?  

Ursprünglich auf die Initiative “BundOnline 2005” des Jahres 2000 zurückgehend, gehörte ePayBL, damals noch unter anderem Namen firmierend, zu den als Basiskomponenten gekennzeichneten Technologiemodulen und sollte Teile des behördlichen Zahlungsverkehrs erstmals online ermöglichen: BAföG-Leistungen zum Beispiel. So der Stand vor über zehn Jahren. Auf Betreiben des Bundes sowie der beteiligten Länder – Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen – sind inzwischen weitere Bezahlfunktionen hinzugetreten: Neben eher traditionellen Zahlungsmodalitäten wie Vorkasse, Lastschrift und Kreditkarte wurden mit giropay oder Paypal nun auch neuere eingeführt.

Viele Services schon in Gebrauch

Laut Angaben des ITZ-Bund richtet sich die mandantenfähige Bezahlplattform vorrangig an solche Behörden, die auch einen E-Shop oder Vorgangsbearbeitungssysteme anbieten, die einen direkten Anschluss an das Haushaltssystem erforderlich machen. Ein Vorteil der Automatisierung soll hier neben finanziellen Ersparnissen in der Optimierung verwaltungsinterner Arbeitsprozesse liegen. Stichwort Kassenzeichen: Mussten diese zuvor noch eigens beantragt werden, generiert sie die Software nun automatisch gleich mit. Ein weiterer Vorteil soll das größere Maß an Transparenz sein, etwa bei der Einhaltung des Bruttoprinzips im Rahmen von Zahlungsdarlegungen. Ebenso möglich ist die Integration eines Inkasso-Services, der den Einzug für angefallene Leistungen sicherstellt.

Ausbau der Bezahlmodalitäten geplant

Über den jetzigen Stand hinaus ist ein weiterer Ausbau in Planung. So sollen Finanztransaktionen künftig über einen QR-Code abgewickelt werden können. Dazu sollte der Nutzer lediglich das digitale Muster einscannen können, um anschließend eine Instant Payment Zahlung an den Bund auszulösen. Eine derart vorgenommene Zahlung soll binnen zehn Sekunden getätigt werden können. Ergänzend sind laut ITZ-Bund auch einzelne stationäre Terminals sowie der Aufbau eines Rechnungsservices vorgesehen. Wann diese zum Einsatz kommen sollen, ist zum aktuell allerdings noch nicht bekannt.  

1 Kommentar

  1. Instant Payment – was für ein Unfug. Solange Bankkunden dafuer extra bezahlen muessen ist die Akzeptanz nicht gegeben …

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