AG für den öffentlichen Einkauf

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Zur Vereinfachung des öffentlichen Einkaufs möchte die Bund-Länder-AG einheitliche digitale Standards mit bundesweiter Reichweite etablieren. (Foto: Tim Reckmann, CC BY 2.0, www.flickr.com)

Zur Findung neuer Standards für den öffentlichen Einkauf haben sich Vertreter des Bundes und der Länder zu einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen. Unter Beteilung des BMI, der Länder Bremen, Sachsen und NRW arbeitet die AG seit Juni an Konzepten, in denen digitale Ressourcen erkannt und zugunsten der Bedarfsträger- und Lieferantenseite genutzt werden sollen.

Mit ihrem Anliegen reagiert die Arbeitsgruppe auf den nach wie vor bestehenden Mangel an bundeseinheitlichen Standards für die öffentliche Beschaffung. Im Verlauf ihrer bisherigen Zusammenkünfte konnte sie schon einige Angelpunkte identifizieren, die besonders geeignet erscheinen, um praxisnahe Lösungen anzuschließen. Diese, so das Vorhaben, sollen im weiteren Projektgang weiter vertieft und zu standardisierten Referenzlösungen ausgebaut werden, die auch im bundesweiten Kontext greifen. Als Beispiel sei der “Multiplattform-Bieter-Client” (MPBC) zu nennen. Mit ihm will man ein Digitalwerkzeug etablieren, das die Vielzahl der derzeit vorhandenen Vorgabeportale überflüssig machen soll. Das dürfte vor allem kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) zu gute kommen, für die eine Registrierung auf mehreren Plattformen ökonomisch meist unergiebig ist. Von den so erschlossenen Ressourcen profitiere letztlich auch der Bund, da eine Vielzahl neuer Bieter gleichzeitig die Chancen erhöht, möglichst wirtschaftlich einzukaufen.

Weitere Ansätze und einen ersten Zwischenbericht, der aller Kooperationsmaßnahmen einschließt, will die Arbeitsgruppe im Rahmen der 30. Sitzung des IT-Planungsrats im Herbst vorlegen.

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