KI-Kompetenzzentrum für Norddeutschland

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Zur besseren Einbindung von IT-Lösungen im medizinischen Bereich planen die Universitäten Bremen, Hamburg, Kiel und Lübeck mit der Einrichtung eines Kompetenzzentrums. (Foto: ©PublicDomainPictures, pixabay.com)

Ein Forschungsverbund, bestehend aus den Universitäten Hamburg, Lübeck, Kiel und Bremen, plant die Einrichtung eines Kompetenzzentrums für KI-Lösungen in der Medizin. Um die finanzielle Sicherheit des Think Tank längerfristig zu gewährleisten, haben die Universitäten mit Unterstützung der jeweiligen Landesregierungen nun einen Förderantrag beim BMWi eingereicht.

“KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme” oder auch kurz KI-SIGS, heißt das Konzept, mit dem sich die norddeutschen Universitäten nun um Fördermittel in Höhe von insgesamt zehn Millionen Euro beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) beworben haben. Als Herzstück des Projekts ist die Einrichtung eines Kompetenzzentrums vorgesehen, das als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Forschung fungieren soll. In ihm soll gesundheitstechnologisches Knowhow gebündelt, ausgetauscht und, bei entsprechendem Input, neue Verbundprojekte angestoßen werden. Schwerpunktmäßig will man sich dabei u.a. auf die Themen adaptive medizinische Systeme und lernende robotische Assistenzsysteme konzentrieren.  

Wie wichtig die stärkere Einbindung künstlicher Intelligenz, in Anbetracht der immer komplexer werdenden Datenlage, gerade für den medizinischen Bereich geworden ist, betont Hamburgs Chief Digital Officer, Christian Fromm: “Künstliche Intelligenz wird bei der Digitalisierung unterschiedlicher Lebensbereiche eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Dabei haben wir immer gesellschaftlich verantwortbare Anwendungen, die den Bürgerinnen und Bürgern zu Gute kommen, im Blick. Mit KI-SIGS kann es uns gelingen, im starken Verbund mit den Kooperationspartnern aus Wissenschaft und Gesundheitswirtschaft ein Kompetenzzentrum von nationaler Bedeutung zu entwickeln, das auch für weitere Anwendungsbereiche vorbildgebend sein kann.“

Damit dies in Zukunft auch erreicht werden kann, wurden die Projektrollen arbeitsteilig definiert.  Unter den Partnern des Forschungsverbunds will sich die Freie und Hansestadt Hamburg insbesondere der Erforschung neuer medizinischer Informationssysteme widmen, wie vonseiten der Universität bestätigt wurde. “Es sollen zum Beispiel neue Arten von intelligenten Robotern und virtuellen Agenten für die Rehabilitation realisiert und gemeinsam mit Therapeuten und Patienten erprobt werden. Darüber hinaus werden die Themen Datenschutz, Datensicherheit und Privatsphäre bearbeitet, die gerade für die sensitiven medizinischen Daten von besonderer Bedeutung sind”, führt Prof. Frank Steinicke, Verantwortlicher am Fachbereich IT der Universität Hamburg, weiter aus.

KI-SIGS wurde im Rahmen des vom BMWi ausgerichteten Innovationswettbewerbs “Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme” eingereicht. Eine Bekanntgabe der besten Umsetzungskonzepte soll Ende August erfolgen.

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