Dunkelfeldstudie begonnen

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In Nordrhein-Westfalen hat eine Umfrage zu Gewalt gegen Mädchen, Frauen, Jungen und Männer begonnen. Es handelt sich um eine Dunkelfeldstudie. (Foto: derateru, www.pixelio.de)

In Nordrhein-Westfalen ist eine Dunkelfeldstudie zu Gewalt gegen Mädchen, Frauen, Jungen und Männer gestartet. Damit wird im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland erstmals eine repräsentative Befragung über Gewaltkriminalität – unabhängig vom Anzeigeverhalten der Opfer oder späteren Strafverfahren – durchgeführt und das Sicherheitsempfinden erfasst.

Ein Ankündigungsschreiben zur Befragung wurde bereits an 60.000 Personen über 16 Jahre aus insgesamt 81 Kommunen versandt. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die Fragebögen und ein Begleitschreiben mit Bearbeitungshinweisen übermittelt.

Innenminister Herbert Reul (CDU) sagte zu der Umfrage: “Die nachweislich verbesserte Kriminalitätslage bei uns in Nordrhein-Westfalen ist die eine Sache, das Empfinden der Bürgerinnen und Bürger die andere. Wir müssen nicht nur für eine bessere objektive Sicherheit sorgen, sondern wir müssen den Menschen auch die Angst nehmen, Opfer einer Straftat werden zu können.” Es bringe nichts, wenn es auf dem Papier sicher sei, die Menschen aber Sorgen hätten, wenn sie die eigenen vier Wände verließen. “Um dieses Problem anzupacken, müssen wir wissen, wo sich die Menschen in Nordrhein-Westfalen unsicher fühlen. Deshalb fragen wir nach”, so der Ressortchef.

Seine Kabinetts- und Parteikollegin Ina Scharrenbach ergänzte: “Die Studie dient uns als Scheinwerfer, um das Dunkelfeld bei der Gewalt gegen Mädchen, Frauen, Jungen und Männern auszuleuchten. Mit der Dunkelfeldstudie werden wir das bisher bekannte Bild zur Sicherheitslage, Präventionsarbeit und zum Opferschutz um ein wertvolles Mosaik ergänzen”, so die nordrhein-westfälische Heimat- und Kommunalministerin.

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