Schiffsradar für neue deutsche Korvetten K130

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Darstellung des Schiffsradars TRS-4D "Rotator" und seiner Funktionsweise (Grafik: BS/Hensoldt)

Das Sensor-Haus Hensoldt rüstet das zweite Los der Korvetten vom Typ K130 der Deutschen Marine mit seinem Schiffsradar TRS-4D “Rotator” und seinem Freund-Feind-Erkennungssystem (IFF) MSSR 2000 ID aus. Jetzt hat das Unternehmen – ein halbes Jahr nach Auftragserteilung – die Werksabnahme des zweiten Systems durch die Beschaffungsbehörde BAAINBw abgeschlossen.

Das Unternehmen hat sieben Radare für fünf Schiffe und zwei Landanlagen unter Vertrag, die bis 2022 geliefert werden sollen. Hensoldt hatte bereits das erste Los K130 mit seinem TRS-3D-Radar ausgerüstet. Für das jetzt beauftragte zweite Los wird das TRS-4D in einer Version mit einer mechanisch drehenden Antenne (“Rotator”) geliefert, die u.a. auch für das Küstenkampfschiff LCS der U.S. Navy unter Vertrag ist. Eine Version mit vier feststehenden Planar-Antennen kommt auf der neuen Fregatte F125 der “Baden-Württemberg”-Klasse zum Einsatz. TRS-4D ist Teil einer Produktfamilie, die auch das bodengebundene Luftverteidigungsradar TRML-4D umfasst.

Das TRS-4D “Rotator” ist für die Flugabwehr und Seezielbekämpfung ausgelegt. Seine rotierende Antenne bietet eine Kombination aus mechanischer und elektronischer Azimut-Abtastung, so dass Ziele schnell erfasst und verfolgt werden können. Die AESA-Technologie (“Active Electronically Scanned Array”) des Radars ermöglicht dank seiner Empfindlichkeit eine präzise Ortung insbesondere kleiner und manövrierender Objekte und ebenso eine schnelle Zielbestätigung, so dass der Schiffsbesatzung mehr Zeit bleibt, auf Bedrohungen zu reagieren. Das Radar kann nach Unternehmensangaben kundenspezifisch programmiert werden. Dadurch lassen sich über die Software Änderungen an seinen Eigenschaften vornehmen.

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