Zweiter Gigabit-Gipfel zieht Bilanz

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Wie Nordrhein-Westfalens Innen- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart bekräftigt, befindet sich der Breitbandausbau im Land auf einem guten Weg. (Foto: Chaitawat, pixabay.com)

In der Absicht, die digitale Infrastruktur des Landes so weit ausbauen, dass alle Bürger mit einem Anschluss auf Breitband-Niveau versorgt werden, vereinbarte die Landesregierung NRWs im Juli 2018 einen Zusammenschluss mit führenden Netzbetreibern und Branchenverbänden. Ein Jahr später zogen die Beteiligten im Rahmen eines zweiten Gipfeltreffens Bilanz.  

Insgesamt schreite die Gigabit-Gesellschaft im Land voran, resümiert Nordrhein-Westfalens Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart angesichts der nun vorliegenden Daten. Bereits 70 Prozent aller Haushalte in NRW seien mit einer Leitung versorgt, die einen Datentransfer mit einer Leistung von mindestens 400 Mbit/s gewährleiste. Damit befinde man sich zwar noch nicht im Gigabit-Bereich, andererseits sei man mit den installierten HFC-Netzen in der Breite besser aufgestellt als jedes andere Flächenland der Republik.

Fördermittel in Höhe von einer Milliarde Euro

Ein weiterer Punkt auf der Agenda ist der Ausbau der sogenannten “echten Glasfaseranschlüsse” (FttB). Auch hier habe man große Fortschritte gemacht, wobei der Rückgriff auf alternative Verlege-Methoden in geringerer Tiefe deutlich geholfen habe, erklärt Pinkwart. Weitere Investitionen seien überdies schon geplant; bis zu einer Milliarde wolle das Land für weitere Förderprojekte aufbringen.

Über 80 Prozent der Schulen angeschlossen

Den größten Fortschritt verbuchen die Teilnehmer des Gipfels bei pädagogischen Einrichtungen. Derzeit verfügen insgesamt 86 Prozent aller Schulen bereits über einen Zugang ins Gigabit-Netz. Wo dies noch nicht der Fall ist, sei ein zeitnaher Anschluss allerdings in Planung. Gut 15 Prozent der noch ausstehenden Schulen wollen die teilnehmenden Netzbetreiber auf eigene Kosten in Zukunft erschließen. Ähnlich verhält es sich bei den Gewerbegebieten. Zwar liege die Zahl der bereits angeschlossenen Areale mit 66 Prozent in diesem Bereich deutlich niedriger, aber auch hier sei es realistisch, das Ziel einer Vollversorgung bis Ende 2022 zu erreichen. Ein entsprechender Aktionsplan liege bereits vor, verspricht der Digitaltalminister.

Vereinbartes Ziel des Gigabit-Zusammenschlusses ist es, sämtliche Haushalte des Landes bis 2025 auf Breitband-Niveau zu bringen. Dabei dürfte es helfen, dass mit 1&1 Versatel und dem Branchenverband BREKO in diesem Jahr neue Partner hinzugewonnen werden konnten.   

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