Wie rette ich das Ehrenamt?

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Die Zukunft des Ehrenamtes verlangt nach jungen Lebensrettern, die sich für die Zivilgesellschaft einsetzen und Courage in gefährlichen Situationen beweisen. (Foto: fshh pixabay.com)

Eine der wichtigsten Säulen im öffentlichen Leben der Bundesrepublik ist zweifelsohne das Ehrenamt. Ohne das beherzte Eingreifen der ehrenamtlichen Lebensretter von Feuerwehr, DRK, THW und vielen weiteren Katastrophenschützern, wäre unser aller Rettungssystem bedroht. Der Europäische Katastrophenschutzkongress in Berlin widmet sich der angespannten Lage des Mitgliederschwundes und stellt sich die Frage, die alle bewegt: “Wie rette ich das Ehrenamt?”

Eng hiermit verbunden ist die Zukunftsfähigkeit gewachsener Organisationen der Freiwilligkeit. In Zeiten der Digitalisierung tragen Tools dazu bei, die Arbeit der Lebensretter zu perfektionieren. Hieraus können die “helfenden Hände” in Deutschland Profit ziehen und als Netzwerker auftreten.

Virtuelle Katastrophenhilfe

Roland Draier, Geschäftsführer der topocare GmbH, stellt auf dem Europäischen Katastrophenschutzkongress die App VoluMap vor. Mit dieser Applikation sollen sich Ehrenamtliche besser vernetzen können. Alle Lebensretter finden dort eine Anlaufstation, wo sich Helfer und Organisationen virtuell austauschen können.   

Stresstests für Einsatzkräfte

Oliver Oswald, der als Ausbilder und freiwilliger Lebensretter im Bereich Katastrophenschutz arbeitet, wird einen praxisbezogenen Vortrag über die Steigerung der Resilienz bei Einsatzkräften in extremen Lagen halten. Er gibt Einblick in Lernprozesse, mit denen sich die Stressfähigkeit der Katastrophenschützer verbessern lässt. Oswald schöpft aus seinen Erfahrungen als Ehrenamtlicher des THW, der bei vielen internationalen Einsätzen im Zeichen der humanitären Hilfe aktiv war. So war er schon als Wahlbeobachter in Afghanistan und Sierra Leone im Ebola-Einsatz. Außerdem leistete er Flüchtlingshilfe im Irak und unterstützte die Menschen auf den Philippinen nach dem Taifun Yolanda.

Im gleichnamigen Fachforum bringen sich weitere Experten von Feuerwehr, THW sowie dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement ein, um dem Ehrenamt sein verdientes Podium zu verschaffen, das dessen Bedeutung für unsere Gesellschaft im 21. Jahrhundert herausstreicht.  

Möglichkeit zur Anmeldung

Auf der kongressbegleitenden Website des Europäischen Katastrophenschutzkongresses, der am 27. und 28. August in Berlin stattfinden wird, besteht die Möglichkeit zur Anmeldung. Außerdem kann dort die Kongress-Broschüre mit dem aktuellen Programm heruntergeladen werden.

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