Bremen hat Auswahlverfahren reformiert

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In Bremen ist das Einstellungsverfahren für Polizeianwärter verändert worden. (Foto: Oliver Hallmann, CC BY 2.0, www.flickr.com)

In Bremen ist das Eignungsauswahlverfahren der Polizei grundlegend überarbeitet worden. So erhalten Bewerber beim Sporttest eine zweite Chance, wenn sie durchfallen. Dann kann die Prüfung nach sechs Wochen wiederholt werden. Außerdem sind dort noch keine Bestresultate erforderlich. Angesichts dessen stellt sich jedoch die Frage, ob damit nicht die Einstellungsvoraussetzungen abgesenkt werden.

Ziel der Landesregierung war es eigenen Angaben zufolge, die Studier- und Berufsfähigkeit in Zukunft nach wissenschaftlich hinterlegten Kriterien zu testen und gleichzeitig den hohen Einstellungszahlen in den nächsten Jahren gerecht zu werden. Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) erklärte: “Unsere Fachleute haben sich dazu bundesweit Einstellungstests angeschaut und die Kriterien ganz überwiegend an realen polizeilichen Alltagsanforderungen orientiert.” Er hält das neue Auswahlverfahren für “modern und transparent zugleich”. Zu den Veränderungen mit Blick auf die Sportprüfung sagte die Leiterin der Zentralen Polizeidirektion Bremen, Andrea Wittrock, dass es das Ziel sei, die Bewerber unter Anleitung der Sportlehrer auf Basis der Grundfitness im Studium weiter zu trainieren. Die Sprach- und Rechtschreibkompetenz werde in Zukunft mit Übungen zur Rechtschreibung, Grammatik und zum Sprachgebrauch unter hohem Zeitdruck getestet, so Wittrock weiter.

Trotz der Veränderungen weiterhin erforderlich bleiben für ein Studium an der Hochschule für Öffentliche Verwaltung das Abitur oder die Fachhochschulreife. Auch ein Mittlerer Schulabschluss plus abgeschlossener Berufsausbildung und -erfahrung erlaubt den Zugang. Auch muss weiterhin eine polizeiärztliche Untersuchung bestanden werden.

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