Baulicher Schutz von “weichen Zielen”

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Sprach auf dem Forum "Baulicher Katastrophenschutz": der Berliner Polizeidirektor Jörg Michael Rock. (Foto: BS/Giessen)

Die Planer des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz im Jahre 2016 hätten die Zufahrt und die Gewichtsklasse des LKW (40-Tonner) professionell ausgewählt, um möglichst großen Schaden anzurichten. Diese Einschätzung gab auf dem aktuell stattfindenden 15. Europäischen Katastrophenschutzkongress der Berliner Polizeidirektor Jörg Michael Rock.

Rock ist Leiter “Fachaufsicht Schutz- und Wachpolizei” bei der Senatsverwaltung für Inneres und Sport des Landes Berlin sowie Projektleiter “Schutz öffentlicher Räume”. Er wies darauf hin, dass bei mehr als der Hälfte aller Terroranschläge in Europa in den letzten Jahren KFZ zu sog. “Überfahrtaten” eingesetzt wurden.

Bauliche Schutzmaßnahmen müssten sich auf die physikalische Größe “Kraft = Masse x Geschwindigkeit” einstellen können. Wegen einiger spektakulärer Anschläge gebe es einen regelrechten Boom bei Überfahrsperren: sowohl bei temporären als auch bei permanenten Einrichtungen. Rocks Fazit lautete: “So viel Sicherheit wie nötig, so wenig Einschränkungen wie möglich.”

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