Resilienz und Kooperation stärken

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Der Abteilungsleiter für Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz im Bundesinnenministerium (BMI), Franz-Josef Hammerl, sieht noch Verbesserungspotenzial im Bereich des deutschen Katastrophen- und Zivilschutzes. (Foto: BS/Feldmann)

Der Klimawandel stellt die Akteure des Bevölkerungs- und Zivilschutzes vor neue Herausforderungen. Im europäischen Vergleich sind die entsprechenden Strukturen gut aufgestellt. Dennoch gibt es weiteren Optimierungsbedarf.

Das räumte auch der Abteilungsleiter für Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz im Bundesinnenministerium (BMI), Franz-Josef Hammerl, ein. Das gelte unter anderem beim Löschen von Bränden auf munitionsbelasteten Flächen, mit Blick auf die Nutzung von Robotik im Bevölkerungsschutz sowie hinsichtlich der Digitalisierung von Aus- und Fortbildung im Feuerwehrbereich, so Hammerl auf dem Europäischen Katastrophenschutzkongress in Berlin.

Des Weiteren komme es darauf an, sowohl die Resilienz der Bürger und der Gesellschaft zu stärken als auch die Zusammenarbeit aller Akteure zu intensivieren. Hammerl meint: “Es besteht das Bedürfnis, gemeinsam zu handeln.” Grund hierfür: niemand sei allein in der Lage, die neuen Herausforderungen, die mit dem Klimawandel einhergehen, zu bewältigen. Es gebe Lagen, die einzelne Länder nicht ohne die Unterstützung des Bundes bewältigen könnten. Deshalb brauche es ein proaktives Ressourcen- und ein zentrales Informationsmanagement. Darüber hinaus müsse die Rolle des Bundes im Katastrophenschutz noch besser von den Bundesländern akzeptiert werden, verlangte der Abteilungsleiter. Er wolle zwar keinesfalls zentralistische Strukturen im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz. Ein breiter Wissens-, Erfahrungs- und Informationsaustausch müsse aber möglich sein. Gleiches gelte für gewisse Weisungsrechte der Bundesebene.

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