“Klare Zuständigkeiten sind das A und O.”

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Moderierte souverän die Debatte um die Sicherheit bei Großveranstaltungen: Bernd Manthey (links Jochen Stein, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in Deutschland). (Foto: BS/Giessen)

Das sagte heute auf dem 15. Europäischen Katastrophenschutzkongress in Berlin Bernd Manthey, Inspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder a.D. und seit 2014 Senior-Berater für projektbezogenes Sicherheitsmanagement. Zuständigkeiten bei Großveranstaltungen müssten bereits im Vorfeld eindeutig durch die Gesamteinsatzleitung geregelt sein.

Manthey moderierte die Debatte “Sicherheit bei Großveranstaltungen” im Hauptprogramm des Kongresses. Er warnte dabei davor, dass sich “aus schlechten Vorbereitungen durchaus Katastrophen ergeben” könnten. Es gebe zwar im Rahmen des föderalistischen Staatsaufbaus jahrelange Erfahrungen mit Schnittstellen zwischen den einzelnen Sicherheitsakteuren auf Bundes-, Länder- und Kommunalebene. Trotzdem kämmen immer noch “Nahtstellenprobleme” vor.

Gerade die Berliner Polizei sei sehr erfahren mit Großveranstaltungen, von denen jährlich rund 20 in der Hauptstadt stattfänden. Besonders sensibel sei allerdings das geplante Sicherheitskonzept für den Breitscheidplatz. Die bisherigen Vorschläge der Sicherheitsbehörden seinen nach Ansicht der meisten Platzanrainer und der Berliner Bevölkerung “viel zu martialisch”, so Manthey. Die Verwaltung treibt in diesem Zusammenhang natürlich die Sorge um, dass dieser Platz erneut Tatort eines Anschlages werden könnte – was unter allen Umständen verhindert werden soll.

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