Künstliche Intelligenzen auf dem Prüfstand

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Um ethisch vertretbar handeln zu können, müssen Künstliche Intelligenzen (KI) Standards erfüllen und technisch zuverlässig sein. (Foto: geralt, pixabay.com)

Zu einer Methode der Zertifizierung von Künstlichen Intelligenzen (KI) wird derzeit in Nordrhein-Westfalen geforscht. Die Landesregierung plant 2020 in diesem Bereich 30 Millionen Euro bereitzustellen.

Aktuell arbeitet ein Forscherteam an einem “TÜV-Siegel” für KI berichtet Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Andreas Pinkwart (FDP). Ziel dabei sei die Erstellung eines europaweit ersten Prüfkataloges zur Zertifizierung von KI-Anwendungen. Um Algorithmen zu hinterfragen, muss nach Pinkwart technische Zuverlässigkeit gepaart werden mit Standards. Das betreffe auch von KI erzeugte Datenbestände.

Dank KI könnten etwa Röntgenbilder weltweit abgeglichen werden und im Agrarbereich Saatgut, Dünger oder Pestizide punktgenau eingesetzt werden, erläuterte der Minister.  Algorithmen, die etwa Hautfarbe und Bonität bei der Kreditvergabe berücksichtigen, seien jedoch ungewollt. Um die Technologie zwischen Forschung und Industrie zu transferieren, plane die Landesregierung im nächsten Jahr 30 Millionen Euro bereitzustellen. Weitere bis zu 70 Millionen würden aus privaten Mitteln mobilisiert. Darüber hinaus müsse Nordrhein-Westfalen seine Kompetenzen im Bereich der KI besser vernetzen und weltweit sichtbarer machen.

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