Es bleibt viel zu tun

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Im Rahmen der Veranstaltung "Digitale Verwaltung Rheinland-Pfalz" des Behörden Spiegel äußerte sich Bad Kreuznachs OB Dr. Heike Kaster-Meurer zum Stand der Digitalisierung in den Kommunen. (Foto: BS/Proll)

In puncto Digitalisierung haben es die Kommunen oftmals nicht leicht, Schritt zu halten. Grund sei ein spürbarer Ressourcenmangel, der sich entweder in fehlendem Fachpersonal oder durch mangelnde Gelder kundtäte. Dennoch seien die Kommunen als strukturelles Bindeglied zwischen Verwaltung und Gesellschaft gerade für die Digitalisierung wichtig, so Bad Kreuznachs OB Dr. Heike Kaster-Meurer.

Der aktuelle Stand in der Kommune zeichne ein gemischtes Bild, sagt Kaster-Meurer. Zwar habe man seit dem Beginn digitaler Maßnahmen Anfang der 2000er Jahre viel erreicht, gleichwohl legten Faktoren wie die allgemeine Finanzlage, Unsicherheit beim IT-Schutz oder auch eine schlechte innerbehördliche Kommunikation immer noch Steine in den Weg. Um in Zukunft besser agieren zu können, verlange es darum auch nach einer von zentraler Stelle aus geführter Strategie, um die Digitalisierung in die Lebenswelt des Bürgers hineinzutragen.

Könnte man das erreichen, so Kaster-Meurer weiter, wären die bestehenden Defizite, die in Deutschlands Kommunen herrschen, weitaus effektiver zu bewältigen. Das Stichwort lautet: Smart City. Von ihr erwartet die Oberbürgermeisterin Bad Kreuznachs eine Optimierung des Energiemanagements, der Bildung, der Mobilität und der Arbeitssituation. Vor allem stehen Smart Cities für mehr Transparenz und – unmittelbar damit verknüpft – mehr Bürgerpartizipation, sei dies nun in Form eines Informationsaustauschs über die aktuelle Busanbindung, Müll auf der Straße oder durch direkte politische Beteiligung im Rahmen einer Befragung. In jedem Fall müsse das meinungs- und entscheidungsbildende Potenzial, das die Digitalisierung in sich trage, durch die Politik eingefangen werden.

Bevor man innovative Konzepte vorantreiben könne, müsse man aber die entsprechenden Voraussetzungen schaffen. Und die Grundlage für eine Intelligente Stadt bilde eine Intelligente Verwaltung, so Kaster-Meurer. Hier müsse man vor allem die Vernetzung nach innen verbessern, um interne Prozesse noch zu optimieren. Ergänzende Projekte, zum Beispiel Thema Breitbandausbau oder Prozessstandardisierung, seien derzeit entweder in Vorbereitung oder bereits in Arbeit.

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