Ready to be smart?

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Noch nicht so smart wie gewünscht: Viele der 500 größten deutschen Städte tun sich mit der Digitalisierung noch schwer. (Foto: Tumisu, pixabay.com)

Obwohl langsam, aber sicher Digital-Themen auch in den Rathäusern angekommen sind, haben Deutschlands Städte und Gemeinden noch einen weiten Weg hin zur digitalen Stadt vor sich. Die Ergebnisse des “Smart City Readiness Check” von TÜV Rheinland und dem Innovators Club des Deutschen Städte und Gemeindebundes (DStGB) zeigen, dass es vor allem an personellen Kapazitäten sowie einer flächendeckenden Breitbandinfrastruktur fehlt.

Die Studie wurde unter den 500 größten Städten in Deutschland durchgeführt und umfasst die Kategorien digitale Infrastruktur, E-Governance, Mobilität und Energie. Eines der Ergebnisse ist, dass viele Kommunen die vorhandenen Fördermittel des Bundes nicht konsequent genug nutzen. Jede dritte Kommune gibt etwa an, nicht an Fördermaßnahmen für den Breitbandausbau teilzunehmen. “Wenn eine Kommune Fördergelder nicht abruft, ist möglicherweise das Förderverfahren zu kompliziert. Oder es fehlen die Ressourcen, um Fördermöglichkeiten optimal zu nutzen”, sagt Gürkan Ünlü, Senior Vice President Business Development bei TÜV Rheinland Consulting. “Ohne eine leistungsstarke Breitbandinfrastruktur laufen Städte und Gemeinden Gefahr, digitale Chancen zu verspielen und an Standortattraktivität zu verlieren.”

In vielen Städten verbesserten sich zwar digitale Angebote, doch der Entwicklungsstand in den Kommunen ist sehr unterschiedlich. So gibt etwa die Hälfte der befragten Kommunen an, über kein flächendeckendes öffentliches W-LAN zu verfügen. Knapp 30 Prozent haben nur wenige oder gar keine digitalen Services für die öffentliche Verwaltung im Angebot. Auch für Unternehmen stellt das eine Schwierigkeit dar: Über die Hälfte der Kommunen bieten keine einzige Verwaltungsdienstleistung für Unternehmen online an.

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