Sicherheitsarchitektur mit Leben füllen

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Vernetzen, vertrauen und voneinander lernen: Darauf setzt der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius bei der deutschen Cyber-Sicherheitsarchitektur. (Foto: BS/Dombrowsky)

“Wir brauchen eine gesamtstaatliche Cyber-Sicherheitsarchitektur, um in der aktuellen Bedrohungslage zu bestehen”, sagte Boris Pistorius, niedersächsischer Minister für Inneres und Sport zur Eröffnung der PITS 2019 in Berlin. “Dieses Konstrukt müssen wir dann aber auch mit Leben füllen.” Entscheidend ist dabei für Pistorius die Zusammenarbeit im föderalen Gefüge. Die Gefahrenabwehr solle grundsätzlich Ländersache bleiben. Es müsse jedoch an der Strukturierung der Zusammenarbeit gearbeitet werden. “Es muss hier einen Kulturwandel geben, damit die föderale Vielfalt nicht zu einem bloßen Nebeneinander wird”, so der Minister. “Egoismen sind hier absolut fehl am Platz.”

Positiv beurteilte Pistorius die bereits gute Zusammenarbeit im Bereich der Strafverfolgung zwischen Bundes- und Landeskriminalämtern. Um auch bei der Fähigkeit zur Gefahrenabwehr im Cyber-Raum Fortschritte zu machen, regte Pistorius an, bei der nächsten länderübergreifenden Krisenmanagementübung Cyber-Angriffe als Szenario zu wählen.

Netzwerken im Adlon

Pistorius begrüßte Plattformen wie die Public-IT-Security (PITS) des Behörden Spiegel ausdrücklich als wichtige Gelegenheit, um Netzwerke zu stärken und zu mehr Zusammenarbeit im Bereich der Informationssicherheit bei Staat und Verwaltung zu kommen. Zu elften Ausgabe des Cyber-Sicherheitskongresses sind rund 700 Interessierte im Berliner Hotel Adlon zusammengekommen, darunter Informationssicherheitsbeauftragte von Bund, Ländern und Kommunen, IT-Administratoren sowie Cyber-Sicherheitsexperten aus Verwaltung, Sicherheitsbehörden, Militär und Wirtschaft.

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