Erste TRS-4D-Radare auf LCS-Schiffen der U.S. Navy

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Die LCS-17 "Indianapolis" bei den Abnahmetests auf dem Michigansee (Foto: LMCO)

Der Sensoranbieter Hensoldt Inc. in Vienna im US-Bundesstaat Virginia hat die beiden ersten TRS-4D-Radare in die LCS-Schiffe (“Littoral Combat Ship”) der “Freedom”-Klasse der U.S. Navy eingerüstet. Nach den Abnahmetests auf dem Michigansee wurde das auf der LCS-17 (“Indianapolis”) installierte Radar von Lockheed Martin, dem für diese Klasse verantwortlichen Hauptauftragnehmer, an die US-Marine übergeben. Das an Bord der LCS-19 (“St. Louis”) installierte zweite Radar wird derzeit auf die Abnahme vorbereitet.

“Das TRS-4D eignet sich dank seiner technischen Merkmale ausgezeichnet für die vorgesehenen Einsatzszenarien der LCS-Schiffe”, sagte Ken Loy, Geschäftsführer der Hensoldt Inc. “Die AESA-Technologie des Radars ermöglicht dank einer höheren Empfindlichkeit eine präzisere Ortung kleinerer Objekte und ebenso eine schnellere Erstellung der Tracks, so dass der LCS-Besatzung mehr Zeit bleibt, um auf die heutigen Hightech-Bedrohungen zu reagieren.”

Für die LCS-Schiffe wird das TRS-4D (unter der Bezeichnung “AN/SPS-80” der U.S. Navy) mit einer rotierenden AESA-Antenne (“Active Electronically Scanned Array”) mit elektronischer Strahlschwenkung geliefert, während das Radar in die deutschen F125-Fregatten derzeit mit einer feststehenden Antenne eingerüstet wird. Das TRS-4D ist das erste rotierende AESA-Radar an Bord eines Schiffs der US-Marine. Derzeit sind acht TRS-4D-Systeme für die LCS-Schiffe der “Freedom”-Klasse unter Vertrag. Sechs davon haben bereits die Werksabnahme durchlaufen. Das neue Radar bietet eine Kombination aus mechanischer und elektronischer Azimut-Abtastung, so dass Ziele schnell bestätigt werden können. Dank der Tatsache, dass das Radar durch den Kunden programmiert werden kann, lassen sich über die Software Änderungen an seinen Eigenschaften vornehmen. Dadurch ist es möglich, das Radar an die sich im Laufe der Schiffsnutzungsdauer ändernden Bedrohungen anzupassen.

LCS sind schnelle und wendige Kampfschiffe für den weltweiten Einsatz in stark befahrenen küstennahen Regionen. Dank eines modularen Designs sind sie auslegbar für die Bekämpfung von Überwasserseezielen und U-Booten und bald auch für die Minenabwehr. Damit lassen sie sich im Laufe ihrer Lebensdauer an sich verändernde Bedrohungen und Szenarien anpassen.

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