Herzkammer der europäischen KI-Entwicklung

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Mit der französischen Region Île-de-France hat das Saarland einen starken Partner zum Ausbau digitaler Hubs gewonnen. (Foto: MustangJoe, pixabay.com)

In einer globalen Welt, die zusehends auf digitale Lösungen setzt, werden Faktoren wie Agilität und Vernetzung immer wichtiger, zumal im Bereich der Wirtschaft. Um die Zusammenarbeit in der Mitte Europas zu stärken, haben das Saarland und die Region Île-de-France eine Absichtserklärung unterzeichnet, die eine vertiefte Kooperation in den Bereichen KI und Cybersicherheit vorsieht.

“Die zukünftige engere Zusammenarbeit in den Bereichen KI und Cybersicherheit ist ein großer Erfolg für das Saarland und die Île-de-France sowie für alle beteiligten Einrichtungen”, begrüßt der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans den Schritt. Im Grunde verfolge man mit der Kooperation eine Doppelstrategie: Einmal, mehr symbolisch, sei die Kooperation ein starkes Zeichen dafür, dass Europa trotz immer wieder beschworener Zersplitterung in der Lage sei, Herausforderungen wie die Digitalisierung gemeinsam anzugehen. Nicht zuletzt habe die Kooperation aber auch einen greifbaren praktischen Nutzen für die eigenen Digitalisierungspläne: Um die heimische Start-Up-Szene in einem globalen Rahmen handlungsfähig zu machen, brauche es schnellerer Wege beim Wissenstransfer. Nur durch die Expertise anderer könne man das eigene Geschäftsmodell konsequenter an einem internationalen Markt ausrichten.

Ein Gegengewicht zu den USA und China

Mit der Region im Norden Frankreichs hat das Saarland einen starken digitalen Partner gewonnen, denn Île-de-France, nahezu identisch mit der Metropolregion Paris, zählt zu den wirtschaftsstärksten Innovationsschmieden des Kontinents. Neben vielen kleineren Entwicklungsspots beheimatet sie mit “Station F” ein namhaftes Start-Up-Zentrum von internationalem Rang. Die weltweite Reputation kommt den Ambitionen der Partnerschaft dabei durchaus gelegen, wie Hans betont: “Mit ihrer Forschungsexzellenz haben die Regionen Ile-de-France, Grand-Est und das Saarland die Chance zur europäischen Herzkammer der KI-Gründungen zu werden. Wir haben damit eine realistische Chance ein europäisches Gegengewicht zu den großen Startup-Zentren in den USA und China zu schaffen.“ 

Im Rahmen der Zusammenarbeit wird ein permanenter Kanal geschaffen, der die wechselseitige Teilnahme an Inkubator-Programmen des Partnerlands freistellt. Die weitere Koordination soll durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr erfolgen. Die Umsetzung auf französischer Seite übernimmt der Inkubator-Betreiber Creative Valley.

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